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Die Tat nach der Tat

Thema der Woche Die Tat nach der Tat

Knapp zwei Wochen nach der grausamen Bluttat in der Oberstadt beherrscht das Thema noch immer Emotionen und Diskussionen an der Universität wie im öffentlichen Leben der Stadt. Leider sind sie auch geprägt durch eine schlimme Tendenz.

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Marburg. Vielfach wird übelste Stimmungsmache betrieben, statt Aufklärung zu fördern und uns allen die Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken und zur Trauer zu geben. In sozialen Netzwerken, durch einzelne online-Medien, aber auch in öffentlichen Sitzungen, etwa des Uni-Senats, werden Mutmaßungen über die Hintergründe des Tatverdächtigen geäußert, die nur eines zum Ziel haben: die Herabsetzung ganzer Gruppen.

Um es klar zu sagen: Die Instrumentalisierung eines Verbrechens für die Diffamierung wahlweise von Ausländern oder Burschenschaften, von „Asozialen“ oder „Chaoten“ ist kaum weniger abscheulich als die Tat selbst.

Der Kodex des deutschen Presserats schreibt zwingend vor: „In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des (..) Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.“ Simpler formuliert: Sippenhaft ist abgeschafft. Die OP hält an diesen Grundsatz fest.

von Till Conrad

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