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"Die Stadthalle ist ein bescheidener Bau"

Experten-Einschätzung "Die Stadthalle ist ein bescheidener Bau"

Loblied von Architekten und Bauingenieuren auf die optische Entwicklung der Universitätsstadt: Die OP zeigt die aktuellen Lieblingsprojekte der Bau-Sachverständigen.

Marburg. 1. Stadthalle

„Die Stadthalle ist ein bescheidenes Gebäude. Es ist mit wenigen Mitteln viel erreicht worden“, sagt Holger Zimmer, Sprecher des Stadtgestaltungsbeirats. Das Erwin-Piscator-Haus sei zwar teurer geworden als geplant, aber Marburg könne „zufrieden damit sein“, dass es „nicht zu einem Vielfachen der Kosten gekommen ist“. Zumal die versprochene Architektur samt Material eingehalten worden und somit ein „Beitrag zur Baukultur geleistet wurde“ und ein „stolzes Kulturzentrum mit tollem Vorplatz“ entstanden sei.

2. Geschäfts- und Wohnhaus Neue Kasseler Straße

Die Geschoss-Aufstockung des Videothekengebäudes in der Neuen Kasseler Straße sei„ein Musterbeispiel für moderne, attraktive Architektur auf einem alten Gebäude“, sagt Zimmer. Gleichsam ist es „ein optischer Appell für sensible Nachverdichtung, da man sieht, wie sie gemacht werden kann und wie sie auch anderswo gemacht werden sollte“. In das Gewerbegebäude sind drei Wohnungen integriert worden.

3. Marburger Moschee

Die Moschee der Islamischen Gemeinde bei St. Jost mit dem erhöhtem Turm werde ein „Blickfang, eine gelungene Aufwertung für das Quartier“ darstellen, die Architektur „korrespondiert mit dem modernen Gedanken einer europäischen Moschee als Begegnungszentrum“, sagt Zimmer.

4. Anbau Herder Institut

Die Erweiterung des Herder-Instituts am Gisonenweg ist laut Zimmer ein „selbstbewusster Bau an einem sensiblen Ort“ geworden. Es sei gelungen, „eine stolze Schönheit“ nahe des Schlossparks zu errichten.

5. Wohnungsbau unterer Richtsberg

Die GWH-Sozialwohnungen als „elegant wirkendes Mini-Hochhaus“ in der Friedrich-Ebert-Straße sei vor allem deshalb bemerkenswert, weil es „symbolisch für den nötigen, vorangetriebenen Wohnungsbau steht und von Planung bis Realisierung schneller nicht zu machen ist“, sagt Zimmer.

Der Gestaltungsbeirat soll für hohe Qualität in der baulichen Stadtentwicklung Marburgs sorgen. Das Gremium gibt der Stadtverwaltung Stellungnahmen zu Bauprojekten ab, erstattet der Stadtverordnetenversammlung regelmäßig Bericht über die Arbeit der Vergangenheit.

von Björn Wisker

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