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Die Stadt im nächtlichen Farbenrausch

Marburg b(u)y Night Die Stadt im nächtlichen Farbenrausch

Die 10. Auflage der Aktion „Marburg b(u)y Night“ war eine ganz Besondere. Am Freitag wurden 60 private und öffentliche Gebäude in der Innenstadt illuminiert – so viele wie noch nie.

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Ein buntes Farbenspektakel erlebten die Gäste am Freitagabend in Marburg.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Bereits zur Eröffnung am frühen Abend kamen viele Menschen aus Nah und Fern in die Gutenbergstraße. Dort erlebten sie, wie der scheidende OB Egon Vaupel zum letzten Mal auf den roten Knopf drückte, um die Stadt zum Leuchten zu bringen.

Am Freitag fand die zehnte Auflage von „Marburg b(u)y Night“ statt – Zehntausende Menschen waren in der Stadt unterwegs.

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Wie in den vergangenen Jahren, lud er für diese Aktion Kinder auf die Bühne ein. Rechtzeitig zur Eröffnung lichtete sich der Nebel, sodass das besondere Farbenspiel am Schloss zu sehen war. Über die vielen Besucher freuten sich auch die Einzelhändler, die bis Mitternacht mit Angeboten und Attraktionen zum Gelingen des Großereignisses beitrugen. Seit Freitag sind in Marburg auch der Advents- und der Weihnachtsmarkt geöffnet.

Der Nebel am Morgen verhieß zunächst nichts Gutes. Doch gegen Abend klarte es etwas auf – und Marburg erstrahlte im bunten Lichterglanz. Die zehnte Auflage des Illuminations-Spektakels „Marburg b(u)y Night“ setzte das Landgrafenschloss besonders wirksam in Szene: Alle halbe Stunde wurde ab 18 Uhr die gesamte Südseite nicht nur farbig angestrahlt, sondern auch mit Animationen versehen.

Pünktlich zur Eröffnung klart es auf

Der passende Sound war für wenige Minuten an drei Stationen zu hören: In der unteren Gutenbergstraße, im Ahrens-Restaurant und am Trojedamm. Bis zuletzt waren die Veranstalter, das Marburger Stadtmarketing, und die für die Illumination zuständige Marburger Firma Flashlight in Sorge, ob sich der Nebel lichtete.

Pünktlich zur Eröffnung klarte es zumindest etwas auf  – zur Erleichterung der Veranstalter und der vielen Hobbyfotografen, die in der Stadt unterwegs waren. Motive gab es reichtlich: Mehr als 30 Lichtinstallationen wurden in der gesamten Stadt gezeigt, und rund 30 Gewerbetreibende ließen ihre Gebäude ebenfalls anstrahlen.

Fünf Tage Programmierung stecke hinter diesen Licht-Kunstwerken, berichtete der städtische Tourismusmanager Klaus Hövel.

Tourismus und Einzelhandel profitieren von Aktion

Wunderschöne Farbspiele waren zu sehen

Quelle:

„Die Botschaft, die von Marburg ausgehen soll, ist: Marburg hat Flair und ist innovativ“, sagte Hövel während der Eröffnung in der unteren Gutenbergstraße. Die Tourismusbranche und der Einzelhandel profitiere von dieser Aktion, die so viel Frequenz in die Stadt bringe.  

Die Geschäfte hatten bis Mitternacht geöffnet und viele Händler begrüßten ihre Kunden zu später Stunde mit Sekt, Saft oder Salzgebäck. Zudem boten sie zahlreiche Attraktionen und Preisschnäppchen.
Wer sich zwischendurch stärken wollte, hatte eine reiche Auswahl, denn auch der Adventsmarkt am Marktplatz sowie der Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche hatten schon geöffnet.
„Signal der Menschlichkeit“

Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel, der am Montag in den Ruhestand geht, drückte zum letzten Mal symbolisch auf den roten Knopf, um Marburg zum Strahlen zu bringen. Wie in den Jahren zuvor, lud er alle Kinder ein, ihm dabei zu helfen.

In seiner Eröffnungsrede bat er die  Bürger, die an diesem Abend einkaufen gehen, „aber schon alles zu Hause haben, an die Menschen zu denken, die Weihnachten kein Dach über dem Kopf haben, die noch in Zelten leben.“ Die Marburger sollten Menschlichkeit zeigen, sagte er und wurde politisch: „Beim Asylrecht gibt es keine Obergrenzen. Auch dieses Signal sollte von Marburg ausgehen“, sagte er.

von Anna Ntemiris

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