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Die Polizei rüstet sich für Silvester

Jahres-Ende Die Polizei rüstet sich für Silvester

Nach der vergangenen Silvesternacht in Köln und dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt setzt die Polizei beispielsweise in Frankfurt und Wiesbaden auf mehr Personal. Auch in Marburg?

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Von der Mauer am Lutherischen Kirchhof werden trotz des Verbotes Feuerwerkskörper in die Oberstadt gefeuert.

Quelle: Florian Gaertner (Archiv)

Marburg. Aufgrund der Ereignisse der vergangenen Woche sind die Personalplanungen der Stadt noch nicht abgeschlossen und werden noch bis einschließlich des Silvesterabends der aktuellen Lage angepasst, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

„Genaue Zahlen können aus organisatorischen Gründen nicht öffentlich gemacht werden“, sagt Philipp Höhn aus der Pressestelle der Stadt. Mit Szenen wie am Kölner Dom zum vergangenen Jahreswechsel rechnet man im Marburger Rathaus nicht. „Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Silvester-Veranstaltungen in der Universitätsstadt nicht mit denen der Stadt Köln zu vergleichen sind.“ Größere Veranstaltungen seien bisher keine angemeldet.

Zudem gebe es in Marburg keine mit der Domplatte in Köln vergleichbaren Orte, an denen sich Tausende Feiernde versammeln können.

5 bis 50000 Euro Bußgeld für Verstöße gegen Verbot

Fest steht bislang, es wird wie in der Vergangenheit wieder ein Böllerverbot in der Oberstadt geben. Das Verbot gilt entsprechend dem Sprengstoffrecht für die komplette Oberstadt, einschließlich des Schlosses und des Lutherischen Kirchhofs - für alle Arten von Feuerwerkskörpern. Je nach Einzelfall könne ein Verstoß mit einer Geldbuße von 5 bis 50000 Euro ­geahndet werden. „Polizei und Ordnungspolizei werden zwar Kontrollen durchführen. Da die Einsatzkräfte in der Silvesternacht aber vielfältige Aufgaben haben­ und nicht überall sein können, appelliert die Universitätsstadt Marburg an die Einsicht und Vernunft ihrer Bürger“, sagt Höhn.

Bei den Herausforderungen der Silvesternacht für die Polizei kommt es laut Pressesprecher Jürgen Schlick „insbesondere darauf an, wie die Polizei durch Aufträge, Notrufe et cetera gebunden wird.“ Die Polizei wird zusätzlich präventiv Streife­ fahren, sagt Schlick. Bekannte Brennpunkte und sonstige Orte, an denen sich viele Menschen versammeln, stehen dabei im Fokus. „Auch hier werden zusätzlich Beamte im Dienst sein“, sagt Schlick.

Insgesamt habe das Polizeipräsidium Mittelhessen bereits vor dem Geschehen in Berlin die Präsenz durch uniformierte und zivile Streifen erhöht und passe diese Präsenz lageabhängig ständig und zeitnah an. Aus taktischen Gründen mache man aber grundsätzlich keine Angaben zu der Zahl der eingesetzten Beamten.

Einen Rat hat Schlick noch: „Die Menschen sollen es sich nicht nehmen lassen, unbeschwert aber besonnen zu feiern. Insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist, kommt es beim Hantieren mit Böllern immer wieder zu schweren Verletzungen.“

Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerk lesen Sie am Freitag in der OP.

von Philipp Lauer

Silvester in hessischen Großstädten

Frankfurt und Wiesbaden richten für Silvester Sicherheitsbereiche mit Zugangskontrollen ein: Frankfurt um den Eisernen Steg, Wiesbaden am abgesperrten Bowling Green vor dem Kurhaus. Feuerwerk und große Taschen sind in diesen Zonen verboten. Es wird auch Durchbruchsperren für Lastwagen und gesperrte Straßen am Mainufer geben.

In Frankfurt sind zum Jahreswechsel mehr als 600 Polizisten zusätzlich im Einsatz – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Stadt reagiert damit unter anderem auf mehr als 60 sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16.

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