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Die Parade der Oberbürgermeister

Neues Buch Die Parade der Oberbürgermeister

Die Marburger Oberbürgermeister im 19. und 20. Jahrhundert: Das ist der Titel eines Buches von Karl-Heinz Gimbel.

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Diese „Ahnengalerie“ der Marburger Oberbürgermeister hängt im Marburger Rathaus. Sie beginnt mit Georg August Rudolph und ­endet mit Egon Vaupel.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Karl-Heinz Gimbel stellt in seinem Buch, das vor allem für Kenner der Stadtpolitik interessant sein könnte, alle Marburger Oberbürgermeister seit der Einführung dieses Titels im Jahr 1834 und bis 1992 vor. Die Palette der 15 Stadtpolitiker, über die Gimbel schreibt, reicht von Theodor Valentin Volkmar bis zu Dr. Hanno Drechsler.

Bereits seit dem 13. Jahrhundert hatten die Marburger Stadtoberhäupter den Titel Bürgermeister. Erst mit der neuen Gemeindeordnung im Jahr 1834 sei dann für Marburg wie die drei anderen Provinzhauptstädte des Kurfürstentums Hessen - Kassel, Fulda und Hanau - der Titel des Oberbürgermeisters eingeführt worden. Weitergeführt durfte dieser Titel in Marburg auch in der darauffolgenden Zeit, auch nachdem Kurhessen im Jahr 1866 Preußen zugeschlagen wurde und darüberhinaus bis zur heutigen Zeit.

Auf Volkmar folgte Heinrich Wilhelm Uloth. Im kollektiven Marburger Gedächtnis sind diese beiden Namen heute nicht mehr bekannt. Das änderte sich mit Georg August Rudolph, der von 1856 bis 1884 Oberbürgermeister war. An ihn erinnert bis heute in Marburg der Rudolphsplatz, der an einer zentralen Stelle im Stadtbild platziert ist. „Wenn man von den beiden ersten Oberbürgermeistern absieht, deren Namen niemand kennt, ist mit den Oberbürgermeistern ab Georg August Rudolph und seinen Nachfolgern bis heute die Entwicklung der Stadt verbunden“, schreibt Gimbel. Vom Universitätsdorf Mitte des 19. Jahrhunderts mit weniger als 7000 Einwohnern bis zu einer modernen Universitätsstadt sei es jedoch ein langer Weg gewesen. „Die Oberbürgermeister sind diesen Weg mit der Stadt gegangen, haben die Entwicklungen jeweils in Gang gebracht“, bilanziert Gimbel. In seinem Buch über die Geschichte der Marburger­ Oberbürger­meister möchte Karl-Heinz Gimbel diesen Weg mit nachverfolgen. So streut er auch Informationen über die Marburger Stadtgeschichte mit ein.

Der letzte Oberbürgermeister, dem sich Gimbel in seiner ­Publikation widmete, ist Dr. Hanno Drechsler, der bis 1992 amtierte. Seine drei Nachfolger Dietrich Möller (CDU) sowie Egon Vaupel und Dr. Thomas Spies (SPD) finden keine Erwähnung mehr.

Gimbel war als Direktor einer Gesamtschule jahrelang in Marburg als Lehrer tätig. Er befasste sich intensiv mit der Marburger Lokalpolitik und Lokalgeschichte, wie er in seiner Selbstvorstellung schreibt. Zudem war er ab 1989 mehrere Jahre lang zeitweise Marburger Stadtverordneter und Mitglied im Kreistag.

  • Karl-Heinz Gimbel: Die Marburger Oberbürgermeister im 19. und 20. Jahrhundert. Sonderband der „Kleinen Reihe von Marburg“. 208 Seiten; 16 Euro.

von Manfred Hitzeroth

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