Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Die Nordstadt wird zum Nadelöhr

Straßenbauarbeiten Die Nordstadt wird zum Nadelöhr

Der Verkehr in Marburg muss sich auch in den kommenden Jahren auf schwere Behinderungen in der Innenstadt ein­stellen.

Voriger Artikel
Stadt weiter Spitze als Solar-Standort
Nächster Artikel
Winterkleidung für arme Menschen in Rumänien gesucht

Die marode Stützmauer am Pilgrimstein neigt sich vom Schlossberg weg und zum Alten Botanischen Garten hin.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wie Baudezernent und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Bündnis 90/Die Grünen) der OP auf Anfrage berichtete, muss die marode Stützmauer am Pilgrimstein grundlegend saniert werden.  Die Mauer neigt sich vom Schlossberg weg und zum Alten Botanischen Garten hin. Die Stadt verfolgt das seit Jahren mit Sorge. Jüngere Messungen haben nun ergeben, dass eine Sanierung nicht mehr aufzu­schieben ist. Geplant ist, mithilfe großer Injektionstürme den Baugrund unter der Mauersohle mit Zement aufzufüllen und so eine tragfähige Schicht zu schaffen.   Laut Kahle soll mit den Bauarbeiten nach der Frostperiode, also wahrscheinlich im März 2016, begonnen werden und sie sollen bis in den Herbst hinein andauern.

Abgesehen von wenigen Tagen soll aber, so plant es die Stadt, auf eine Vollsperrung der Straße verzichtet werden. Der Zuweg zum Parkhaus Pilgrimstein bleibt also erhalten.

Allerdings, so formuliert es Kahle, müssen an einigen Stellen auf Höhe des aktuellen Baustellenabschnitts Straße, Radfahrstreifen und Fußgängerweg zusammengelegt werden. Das werde sicherlich zu Einschränkungen für die Verkehre führen, so der Bürgermeister.

Erschwerend kommt hinzu, dass gleichfalls im kommenden Jahr, nach Fertigstellung der neuen Stadthalle, die Biegenstraße neu gestaltet wird. Unter anderem sollen die Bushaltestelle vor der Universität verlegt und der Fußgängertunnel auf Höhe der Wolffstraße verfüllt werden. Die Baustelle wird von der Stadthalle bis zum Cine­plex reichen. Auch hier ist mit Einschränkungen für den Verkehr zu rechnen. Die beiden wichtigsten Verkehrsachsen aus Richtung Norden in die Innenstadt sind damit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Vielleicht bleibt den Verkehrsteilnehmern im kommenden Jahr zumindest die Sperrung der Weidenhäuser Brücke erspart. Kahle sagte, dass die Stadt noch einmal intensiv prüfe, ob die bisher vorgesehene zweijährige Sperrung der Weidenhäuser Brücke für den stadteinwärts fließenden Verkehr wirklich notwendig ist. Bei einer Informationsveranstaltung der Stadt war angeregt worden, die Brücke ganz zu sperren und dafür nur für ein Jahr. Eine Entscheidung falle im Herbst, sagte Kahle. Wird die Brücke tatsächlich für ein Jahr voll gesperrt, wäre dies im Jahr 2017 der Fall, 2016 würden aber vorbereitende Arbeiten stattfinden müssen.

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr