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Die Momberger Wehr hat‘s einfach drauf

Leistungsübungen der Feuerwehren Die Momberger Wehr hat‘s einfach drauf

Mit einem Traumergebnis - 99,3 von 100 Prozent - siegte die Mannschaft der Feuerwehr Momberg erneut bei den Feuerwehrleistungsübungen des Kreises.

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Die Siegermannschaften aus Momberg und Dreihausen mit Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.Fotos: Klaus Böttcher

Kirchhain. Wenn es bei den Leistungsübungen der Feuerwehren um Teamgeist, Schnelligkeit und Fachwissen geht, ist die Wehr des Neustädter Ortsteils Momberg auf Kreisebene einfach nicht zu schlagen. Zum zwölften Mal in Folge wurde die Mannschaft Kreismeister und stellte insgesamt bereits 25 Mal bei diesem Wettbewerb die beste Mannschaft.

Von den insgesamt 21 teilnehmenden Mannschaften haben sich die ersten drei für den Regionalentscheid des Regierungspräsidiums qualifiziert. Neben Momberg haben da gleich zwei Mannschaften aus Ebsdorfergrund-Dreihausen die Chance, sich für den Landesentscheid zu qualifizieren.

Es war ein insgesamt gutes Ergebnis, denn alleine 16 der 21 Mannschaften wurden von den neutralen Schiedsrichtern in Gold eingestuft. Das bedeutet sie erzielten über 89, aber meist weit über 90 Prozent. Dazu Landrätin Kirsten Fründt: „Der Wettkampf zeigt, dass wir hier im Landkreis auf schlagkräftige und leistungsfähige Feuerwehren zählen können und das Feuerwehr echte Teamarbeit auf hohem Niveau ist.“

Fründt zeigte sich beeindruckt davon, wie die Einsatzkräfte Hand in Hand arbeiteten und dass die Teams wie gut eingestellte Uhrwerke funktionierten. Kritiker der Leistungswettkämpfe sprechen von Drill. Dazu sagt der Kreisbrandinspektor Lars Schäfer: „Die Feuerwehrleistungsübungen sind an die einsatzmäßigen Erfordernisse der Feuerwehr angelehnt. Nicht der reine Wettkampf nach Sekunden und Punkten entscheidet.

Vielmehr geben die fachliche Qualifikation und die Leistung des ganzen Teams im Umgang mit den feuerwehrtechnischen Geräten sowie die richtige Lösung der gestellten Aufgaben den Ausschlag für die Platzierung der Gruppen.“ Ziel der Feuerwehrleistungsübungen ist es, die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in Theorie und Praxis zu festigen oder zu ergänzen und den allgemeinen Leistungsstand anzuheben. Der technische und sportliche Charakter des Wettbewerbs soll zudem Anreiz zu einem fairen Leistungsvergleich der Feuerwehren untereinander sein.

Bei einem theoretischen Teil müssen 15 Fachfragen zum feuerwehrspezifischen Wissen beantwortet werden. Bei dem realistischen Übungsszenario im praktischen Teil wird ein Wohnhausbrand angenommen. Eine Person wird vermisst und das Feuer droht auf andere Gebäudeteile überzugreifen.

Die Übungsziele benennt Lars Schäfer so: „Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff sowie die Verhinderung eines sogenannten Feuerüberschlages, also das Ausbreiten der Flammen.“ Die Übung kann von einer neunköpfigen Löschgruppe oder einer Staffel mit sechs Feuerwehrleuten und einer größeren Zeitvorgabe absolviert werden.

Die Aufgaben der einzelnen Trupps sind genau festgelegt. So übernimmt beispielsweise ein Trupp unter Atemschutz die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Inneren, während ein anderer Trupp über tragbare Leitern das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude verhindert.

von Klaus Böttcher

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