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Die Medizin will zum Bürger kommen

Bürgervorlesungs-Reihe des UKGM Die Medizin will zum Bürger kommen

Mit der Vorlesungsreihe „Bürgervorlesung – Rundum gesund“ will das Uniklinikum medizinisch wichtige Themen der Bevölkerung näherbringen.

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Professor Jürgen Schäfer eröffnet am Mittwochabend die Bürgervorlesungs-Reihe des UKGM mit einem Vortrag über „Diagnostik als Detektivarbeit“.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir wollen als Medizinmänner und -frauen wieder näher an die Bevölkerung heranrücken“, sagt der Ärztliche Direktor Professor Harald Renz zur Motivation für die Veranstaltungsreihe, die das UKGM gemeinsam mit dem Fachbereich Medizin der Philipps-Universität veranstaltet. Symbolisch dafür steht, dass die Spezialisten von den Lahnbergen dahin kommen, wo ihre Klientel wohnt: ins Lahntal.

Medizinisch wichtige Themen sollen der Bevölkerung nahegebracht werden durch Personen, die ein hohes Fach
renommee haben, erläutert Renz. Das UKGM will so „für die Bürger interessante Themen mit den Gesichtern unseres Klinikums verbinden“, sagt Renz.

Eines dieser Gesichter, wenn nicht im Moment das bekannteste, ist das Gesicht von Professor Jürgen Schäfer. Er ist bundesweit als der „Deutsche Dr. House“ in Anlehnung an eine US-amerikanische TV-Serie bekannt – wichtiger als seine Medienpräsenz ist aber seine Tätigkeit als Leiter des „Zentrums für unerkannte und seltene Krankheiten“.

„Diagnostik als Detektivarbeit“

Mehr als 3000 rätselhafter Fälle bekommt das Zentrum für unerkannte und seltene Krankheiten jährlich neu herein, seit es im Herbst 2013 gegründet wurde – in vielen Fällen finden Professor Schäfer und seine Kollegen die Lösung und können helfen.

Schäfer macht den Auftakt der Veranstaltungsreihe am Mittwoch ab 18 Uhr im Hörsaalgebäude (Raum 00/0020). „Diagnostik als Detektivarbeit“ ist sein Vortrag überschrieben.

Die Vorträge sollen jeweils maximal 60 Minuten dauern, damit ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion ist. „Wir wollen das Gespräch“, sagt Professor Renz, der jeden der Vorträge thematisch einleiten wird. „Gesundheitsthemen werden wichtiger, deswegen wollen wir die Schwelle für die Information über solche Themen senken.“

Fortsetzung im Wintersemester?

Kleines, aber drastisches Beispiel: Im Jahr 2030 erkrankt jeder Mensch in Deutschland laut Studien einmal in seinem Leben an Krebs. Über den Stellenwert von Information und Vorsorge zu sprechen, erübrigt sich da fast schon.

Schon einmal, bis 2012, hatte das UKGM eine ähnliche Veranstaltungsreihe angeboten. Auch diesmal ist gut möglich, dass es im Wintersemester eine Fortsetzung gibt. „Andere Kliniksdirektoren haben schon Interesse angemeldet, aus ihrem Fachgebiet zu berichten“, sagt Renz.

von Till Conrad

 
Die Vorträge

17. Februar : Profesor Jürgen Schäfer, Diagnostik als Detektivarbeit

30. März : „Professor Thilo Kircher, „Ich kann nicht mehr“ – Burnout und Depression

13. April : Professoren Andreas Neubauer, Claus Vogelmeier, Rainer Hofmann: Krebsvorsorge – Prävention, Diagnostik und Therapie

25. Mai : Professor Bernhard Schieffer, „Aus dem Takt geraten“ – Herzrhythmusstörungen

22. Juni : Dr. Birgit Wollenberg, Andrea Schroer (Gesundheitsamt Marburg): Sicher in der Urlaub – Impfen und Reisekrankheiten

20. Juli : Professor Richard Dodel: „Wenn ich nicht mehr weiß, wer du bist“ – Alzheimer und Demenz

 
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