Marburg. Ob in Wehrda oder in der Nordstadt, im Stadtwald oder auf den Lahnbergen: Überall in Marburg wundern sich Menschen über die große Anzahl von Marienkäfern, die sich auf Balkonen und Fenstersimsen, in Garagen und Hauseingängen sammeln.
Das machte sich am Mittwochabend auch bei Twitter bemerkbar: „Kann garnicht auf unseren Balkon, da is ne Killer-Invasion der Marienkäfer", schrieb zum Beispiel die OP-Followerin mit dem Twitter-Namen "marburgerin". Dahinter verbirgt sich Barbara Newel, die im Marburger Wohngebiet Stadtwald lebt. Sie schildert eindrucksvoll, wie die kleinen Tiere bei ihr für großes Aufsehen sorgen: "Sobald man raus auf den Balkon geht, fliegen die Käfer auf einen zu. Die Hauswand ist rotgepunktet", erzählt sie.
Auch auf dem Balkon von "Armillaria" tummeln sich die Tierchen: „Müssen sich diese Marienkäfer meinen Balkon zur Paarung aussuchen?", fragt die OP-Followerin.
Doch auch wenn es so aussieht, die Paarung ist es nicht, was die Tiere im Sinn haben: Die rotschwarzen Glücksbringer sind auf der Suche nach einem Winterquartier. Während in der freien Natur Baumritzen oder Laubhaufen als Unterschlupf für die kalte Jahreszeit herhalten müssen, sind es in der Stadt die Behausungen der Menschen, in denen sich die Käfer für den Winter sammeln. Und das tun sie nach alter Marienkäfer-Sitte in beeindruckenden Gruppen von 100 und mehr Tieren.
Während viele erwachsene Marburger eher irritiert auf die Tiere reagieren, sind die meisten Kinder hin und weg: „Die Kids finden's cool, weil die ja soooo süß sind", twittert „marburgerin" Barbara Newel.
von Sabine Nagel-Horn
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|
Kommentare
Vermeintliche Glücksbringer Werner Hahn – 08.10.09
Aus der Website a.a.O.mit einem sehr guten Artikel zum Asiatischen Marienkäfer möchte ich zitieren:(...) Während der Mensch also nichts zu befürchten hat, müssen die europäischen Marienkäfer ums Überleben kämpfen. Denn die asiatische Gattung ist besonders gefräßig und neigt zum Kannibalismus. Wenn ihr die Blattläuse ausgehen, frisst sie ihre Artgenossen und deren Larven. Dadurch würden immer mehr einheimische Arten verdrängt. "Wo sich die Harmonia axyridis ausbreitet, müssen die anderen weichen."
Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt befürchten, dass sich dieser „Neuankömmling“ aufgrund seiner Lebensweise und seiner hohen Vermehrungsrate auch in Deutschland rasch ausbreiten wird. Einige heimische Marienkäfer-Arten, von denen es rund 80 Arten in Deutschland gibt, könnten durch ihn langfristig verdrängt werden. (...)
Plage der "Glücksbringer" Werner Hahn – 08.10.09
Der User/die Userin sollte sich einmal die Website http://www.7tepe.de/marienkaefer.html ansehen - mit vielen Bildchen der unterschiedlichsten farblichen Zeichnungen der Flügel der Tierchen. Googeln des Themas "Marienkäfer-Plage" bringt 1000e Einträge. Mal recherchieren bitte. Aber die von der UNI (BIO) sollten doch mal dazu was sagen (öffentlich bitte - z.B hier als Kommentar). Dank im VORAUS.Marienkäfer Werner Hahn – 08.10.09
Was die Tiere im Sinn haben:"Die rotschwarzen Glücksbringer sind auf der Suche nach einem Winterquartier. Während in der freien Natur Baumritzen oder Laubhaufen als Unterschlupf für die kalte Jahreszeit herhalten müssen, sind es in der Stadt die Behausungen der Menschen, in denen sich die Käfer für den Winter sammeln. Und das tun sie nach alter Marienkäfer-Sitte in beeindruckenden Gruppen von 100 und mehr Tieren."
Da ich Jahrzehnte die Natur beobachte und in Gladenbach am Haus im Grünen (!)ebenfalls Massen der schönen und nützlichen Käfer (mit unterschiedlichster Punkte-Zahl)am Haus krabbeln sehe, scheint mir das so "NORMAL" nicht zu sein.Liebe OP-Mitarbeiter - fragt doch mal einen Experten in MR zum "Problem"; das Phänomen des Massenansturms der Kleinen muss andere Gründe haben!