Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Die Grünen wollen 50 Millionen Euro haben

Zusammenarbeit Die Grünen wollen 50 Millionen Euro haben

Die Grünen wollen auf Kreisebene ihre Zusammenarbeit mit CDU, FDP und Freien Wählern fortsetzen, indes sich die SPD auf weitere fünf Jahre in der Opposition einstellen muss.

Voriger Artikel
Schüler aus Poitiers besuchen ihre Partnerstadt
Nächster Artikel
Das Einüben des Selbstverständlichen

Die Grünen wollen weiterhin mit ihren „Jamaika-plus“-Gefährten auf Kreisebene koalieren. Diese Entscheidung fällte am Dienstagabend die Kreismitgliederversammlung, die dazu ein Positionspapier der Sondierungsgruppe erhielt. Mit dabei: der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und Fraktionsvorsitzende Sandra Laaz (Mitte).

Quelle: Carina Becker

Marburg. In der Kreismitgliederversammlung der Grünen, die am späten Dienstagabend mehrheitlich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit dem bürgerlichen Lager entschied, ging es vornehmlich um 50 Millionen Euro für die energetische Gebäudesanierung und um die Macht des Landrats. Von 48 Parteimitgliedern stimmten 31 für eine weitere Zusammenarbeit innerhalb einer „Jamaika-plus“-Koalition, 10 dagegen und 7 enthielten sich.

Gut zwei Stunden lang trugen die Mitglieder ihre Argumente für und gegen ein Bündnis mit CDU, FDP und Freien Wählern vor, für das sich eine eigens eingerichtete Sondierungsgruppe nach Gesprächen mit den potenziellen Partnern ausgesprochen hatte. Inhaltlich äußerten die Grünen weder gegen eine Zusammenarbeit mit den „Jamaika-plus“-Partnern Bedenken noch gegen eine mit der SPD. Im Vordergrund standen vielmehr machtstrategische Überlegungen und die Leitfrage, wie viele „grüne Inhalte“ sich in einem Bündnis mit der SPD gegen einen CDU-Landrat durchsetzen ließen. Man kam mehrheitlich zu der Einschätzung, dass Robert Fischbach die rot-grüne Politik durch seine weitreichende Funktion als Landrat in vielen Punkten wirkungsvoll blockieren könnte. „Das wäre ein aufreibender Prozess, gegen den Landrat Politik zu machen – er könnte unserem grünen Dezernenten beispielsweise Arbeitsfelder wegnehmen“, merkte etwa Dietmar Göttling an, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Marburger Stadtparlament.

Gerade im Hinblick auf das Energieziel des Landkreises, der sich ab 2040 autark aus erneuerbaren Quellen versorgen will, hielt die Mehrheit der Grünen eine weitere Zusammenarbeit mit den bisherigen Partnern für sinnvoll. „In Sachen Windenergie kann ich den Kreis-Grünen nur raten, von der SPD Abstand zu nehmen“, sagte Marburgs Bürgermeister Dr. Franz Kahle.

von Carina Becker

Wie hat die SPD auf die Entscheidung der Grünen reagiert? Was sagen die bisherigen Koalitionspartner? Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr