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Die Grippe macht sich breit

Deutlich mehr Fälle als 2014 Die Grippe macht sich breit

Neben den gängigen Erkältungskrankheiten ist in diesem Winter auch die echte Grippe (Influenza) in Deutschland rasch auf dem Vormarsch. Im Landkreis verzeichnet man seit Jahresbeginn einen deutlichen Anstieg der Fälle.

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Das Schaubild des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt die Entwicklung der gemeldeten Influenza-Fälle seit Beginn der Grippesaison in der 40. Woche des vergangenen Jahres (links oben). Die Karte rechts unten zeigt den Stand in der vergangenen Woche. Deutlich zu erkennen sind die stark erhöhten Fallzahlen vor allem in Süd- und Südostdeutschland.

Quelle: RKI

Marburg. Seit dem 1. Januar wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises 59 durch Labornachweis gesicherte Influenza-Fälle gemeldet, berichtete Kreissprecher Stephan Schienbein auf OP-Nachfrage am Freitag.

Auch der Norovirus schlägt verstärkt zu. Hier gibt es im gleichen Zeitraum 64 gemeldete Fälle. Damit sind die Zahlen der gemeldeten Fälle im Landkreis im Vergleich zum Vorjahr erheblich höher: 2014 wurden im gleichen Zeitraum 11 Influenza- und 41 Norovirus-Fälle gemeldet. Da erfahrungsgemäß nicht jeder Grippeverdacht im Labor abgeklärt wird, kann die Zahl der Erkrankungen höher sein.

Höhepunkt der Grippe-Welle kommt noch

In Hessen geht man laut Hessischem Rundfunk derzeit von etwa 20000 Grippefällen aus, Tendenz steigend. Der Höhepunkt der Grippe-Welle soll erst in drei Wochen erreicht werden, sagte Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner am Freitag in einem HR4-Interview.

Auch wenn die Erreger für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein können, ist dem Gesundheitsamt im Kreis bislang kein Todesfall bekannt, der im Zusammenhang mit der Grippe steht, so Schienbein.

von Michael Agricola

Hintergrund
Wer Grippeviren aus dem Weg gehen will, sollte Abstand halten: Nicht nur wer hustet oder niest, versprüht Krankheitserreger. Auch in der ausgeatmeten Luft tummeln sie sich. 60 bis 70 Zentimeter groß sollte deshalb der Abstand zum Nebenmann möglichst sein. Beim Niesen sind eineinhalb bis zwei Meter geboten. Händewaschen schützt, am besten mit warmem Wasser und Seife. Außerdem sollte man die Türklinken regelmäßig reinigen. In Japan schützen sich viele Menschen mit einem Mundschutz vor Erregern. Wer die Grippeviren etwas weniger auffällig abwehren will, nimmt stattdessen einfach einen Schal. „Das wirkt wie ein kleiner Filter“, so der Berliner Hausarzt Wolfgang Kreischer.(dpa)
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