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Die Fußgängerampel soll bleiben

Ortsbeiratssitzung Die Fußgängerampel soll bleiben

Die Mitglieder des Ortsbeirates Wehrda diskutierten in ihrer jüngsten Sitzung zunächst einen Antrag der CDU-Fraktion zur Renovierung der vier Lehr- und Lerntafeln am Naturlehrpfad oberhalb des „Kaltenbaches“.

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Eine defekte Fußgängerampel in der Wehrdaer Straße / Im Hain sorgt derzeit für Diskussionen.

Quelle: Archiv

Wehrda. Sie wurden 1998 am Naturpfad oberhalb des „Kaltenbaches“ in Richtung Weißenstein und „Buchholz“ aufgestellt. Die Tafeln geben einen lehrreichen Einblick in die Welt der heimischen Wildtiere, Vogelarten, Insekten und Pflanzen.

Eine Tafel wurde durch Vandalismus zerstört und muss ersetzt werden. Die anderen drei Tafeln müssen gereinigt und neu angestrichen werden. „Wir sollten die Lehr- und Lerntafeln nicht verkommen lassen. Dafür sind sie zu wichtig und zu lehrreich“, gab Hans Dittmar den Anwesenden des Ortsbeirates zu verstehen. Diese Ansicht vertraten auch die anderen Mitglieder und stimmten geschlossen dem Antrag zu.

Straßenverkehrsbehörde: rechtlich nicht erforderlich

Der zweite wichtige Punkt der Tagesordnung betraf die Fußgängerampel in der Wehrdaer Straße/Im Hain. Das Steuergerät in der Fußgängerampel – in der Fachsprache Fußgängerschutzanlage genannt – ist defekt. Durch den Defekt fällt die Ampel in unregelmäßigen Abständen aus.

Die Reparatur des Steuergerätes durch einen Servicetechniker der Signalbau
firma ist mit großen Kosten verbunden. Weil es für das veraltete Steuergerät keine Ersatzteile mehr gibt, müsste die Fußgängerampel ersetzt und verkehrsrechtlich neu angeordnet ­werden. Für die Straßenverkehrsbehörde ist eine neue Fußgängerampel rechtlich gesehen nicht erforderlich. Sie bezieht sich dabei auf die Straßenverkehrsordnung.

Diese geht davon aus, dass in Tempo-30-Zonen der Fahr- und Fußverkehr besser miteinander verträglich sind. Eine Anordnung für eine neue Fußgängerampel wäre daher unzulässig. Diese Aussage erhitzte die Gemüter der Ortsbeiratsmitglieder und stieß auf Unverständnis. Außer Acht gelassen werde dabei, dass sich viele Autofahrer nicht an das vorgegebene Tempolimit halten. Vor allem nachts.

Anregung: 
dauerhafte Tempoanzeige

Wegen der vielen Unfälle wurde 1980 extra diese Fußgängerampel gebaut. Dann gibt es noch den Spielplatz in der Nähe, der von vielen benutzt wird und den Schulweg an der Straße wie auch die Bushaltestelle. Da dieser Punkt die einzige sichere Überquerung der Straße sei, müssten die Leute auch ­sicher über die Straße kommen. Diesen Standpunkt vertraten ­alle Mitglieder.

Für eine solche Diskussion wäre es wichtig, Fakten und Zahlen von Unfallstatistiken vorlegen zu können, sagte Christiane Dörbecker. Dr. Mohammad Malmanesh regte eine dauerhafte Tempoanzeige an. Eine solche Anzeige würde bei vielen Autofahrern für ein besseres Fahrverhalten sorgen.

Einstimmig entschieden sich alle Mitglieder gegen einen Entfall der Fußgängerampel. Eine Stellungnahme für den Magistrat ist in Arbeit.

von Maik Drossel

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