Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Die Früchte der Stadt genießen

„Probier mal Marburg“ Die Früchte der Stadt genießen

„Uns geht es darum, ­
eine Aktion auch für die kommenden Jahre vorzustellen“ sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) über das Projekt „Probier mal Marburg“.

Voriger Artikel
Gnade vor Recht: Männer feiern mit
Nächster Artikel
Gericht vermutet Zeugenbeeinflussung

Silvia Vignoli (von links), Günter Krebs, Dr. Kerstin Weinbach, Dr. Franz Kahle und Marion Kühn präsentierten das neue Aktionslogo und die Beschilderung.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. So wie bereits in den Jahren zuvor verfolgen Magistrat und der Fachdienst Stadtgrün die Erweiterung der essbaren Bepflanzungen im Stadtgebiet sowie als Bildungsangebot für Kitas, Schulen und für private Pflanzenfreunde.

„Dafür haben wir die Ideen und Vorschläge der Leute in der Vergangenheit wahrgenommen“, erklärte Kahle den gesellschaftlichen Trend des „Urban Gardening“. Ob Pflanzkübel oder Obstgehölze: Mit Beginn des Marburger Frühlings sollen in diesem Jahr wieder zahlreiche Beetflächen eine gezielt genießbare Bepflanzung erhalten.

„Wir möchten vor allem die Aktion in der Stadt bekannter machen und den Menschen sagen, ja, da könnt ihr euch bedienen“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD). Aber nicht nur das Ernten sondern ebenso die Bildungsarbeit rückten die Aktionsgründer in den Vordergrund.

Fachdienst will Ortsteilgemeinden ins Boot holen

Unter dem Motto „der Bürger pflegt und erntet dafür“ stehen Patenschaften zu bisher 50 Bäumen und Gehölzen in den Stadtteilen auf der grünen Agenda. Anfragen seitens der Kindertagesstätten und Marburger Schulen gibt es „reichlich“, freuen sich Marion Kühn und Silvia Vignoli, Leitung des Fachdienstes Stadtgrün.

Besonders für Kinder und Jugendliche möchte die Universitätsstadt daher interessierten Tageseinrichtungen mit Pflanzgut und Expertise zur Seite stehen. Ebenfalls planen Fachdienst und Dienstleistungsbetrieb der Stadt (DBM), die Ortsteilgemeinden mit dem nachhaltigen Gedanken ins Boot zu holen, um Anpflanzungen rund um die Bürgerhäuser zu realisieren.

Das neue Logo, symbolisch mit Gabel samt Karottenkopf und Johannisbeer-Rispe versehen, weist künftig alle essbaren Anpflanzungen in der Stadt aus. Weiterhin zeigen kleinere Schilder und Etiketten die Sortenvielfalten von Kräuterbüschen bis Fruchtpflanzen.

Auch im privaten Bereich sollen Interessierte von der Aktion profitieren, erklärte Kahle. „Das Projekt funktioniert nur, wenn wir die Menschen dafür begeistern können.“ Kühn betonte auch zugleich, „es kann jedoch nicht überall alles gepflanzt werden“.

Fachdienst gibt Pflanzausstattung kostenfrei raus

Am Friedrichsplatz und in der Ockershäuser Allee stehen Gemüse und Kräuterpflanzen, auf dem Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions und der Uferstraße hingegen Esskastanien und Beerensträucher über die Saison hin bereit.

Der Schwanhof bietet ab dem Spätsommer dann Säulenobst und Erdbeeren in Pflanzgefäßen, auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz können die Leute dann erste Mini-Kiwis ernten. In Kooperation mit dem DBM und der Gewobau startet in diesem Jahr ebenfalls die Grünflächenbepflanzung der Großwohnanlagen mit einem essbaren Angebot, erklärte die Stadträtin.

Privatpersonen, die im öffentlichen Raum die Pflege übernehmen oder gar neue Standorte bepflanzen möchten, können eine Pflanzausstattung beim Fachdienst Stadtgrün kostenfrei beantragen. Kontakt: Telefon 06421/201-1407, E-Mail: gruenflaechen@marburg-stadt.de .

von Arnd Hartmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr