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Zwischen Wohnwagen und Zelten Die Camper

Trotz Regenwetters ist der Marburger Campingplatz gut besucht. Ein Besucherrückgang wird nicht erwartet.

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Gute Laune trotz schlechten Wetters: Johann Wilhelm und Hildegard Kirschbaum. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Direkt am Ufer der Lahn gelegen befindet sich der Marburger Campingplatz ­Lahnaue. Für Touristen und alteingesessene Camper ist er eine ideale Möglichkeit um die Angebote der Marburger Umgebung zu nutzen. Und wer meint, gerade in diesem Sommer würde das Geschäft aufgrund des schlechten Wetters nicht blühen, der täuscht sich.

Mit dem schlechten Wetter brauchen sich Herbert und Katharina Gaube kaum beschäftigen. Das Geschäft auf ihrem Campingplatz läuft auch so sehr gut. „Pro Jahr haben wir ungefähr 5000 bis 7000 Gäste und Besucher“, sagte Herbert Gaube. Und auch dieses Jahr sieht es trotz des schlechten Sommers so aus, als würde die Besucherzahl nicht zurückgehen.

Die günstige Lage spricht vor allem für den Campingplatz. In gerade 15 Minuten Fußweg ist man in der historischen Altstadt. Des Weiteren ist eine Minigolfanlage Teil des Campingplatzes. Erlebnisbad (Aquamar), Boots- und Kanuverleih befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die sich anschließenden Rad- und Wanderwege runden das Bild vom einwandfreien Campingerlebnis ab.

Einen echten Camper bringt auch kein schlechtes Wetter von seiner Leidenschaft ab. Besonders die Landschaft und die Imposanz der Altstadt locken jährlich alte wie neue Besucher aus den entferntesten Regionen in das Lahngebiet.

Auch für einen kurzen Zwischenstopp ist der Marburger Campingplatz ein geeignetes Ziel. Dies beweisen Johann Wilhelm und Hildegard Kirschbaum aus dem Hochsauerlandkreis. Das Ehepaar kommt gerade aus dem Urlaub vom Bodensee wieder und macht einen kurzen Halt, um Freunde zu besuchen. „Einen Tag auf dem Campingplatz kann selbst das schlechte Wetter nicht vermiesen“, meinte Herr Kirschbaum.

Den Dauercampern macht dieser Sommer erst recht nichts aus. Einer von ihnen ist Marvin Genzlinger. Trotz ständigen Regens lässt er sich aber nicht von seiner Verbundenheit zur Natur abbringen. Den Zeltplatz würde er einer Wohnung in der Marburger Oberstadt jedenfalls immer vorziehen. „Es ist schön, wenn man seinen Garten beziehungsweise seine Grünfläche vor der Haustür hat“, erzählte er. Der Campingplatz Lahnaue bietet mit seiner Minigolfanlage auch den Nicht-Campern die Gelegenheit „einmal herauszukommen und was zu unternehmen“, sagte Peter Handke, der mit seinem Sohn Bo die wenigen Sonnenstrahlen nutzte, um einen schönen Nachmittag zu verbringen. Das Wetter macht dem Ehepaar Gaube also keinen Strich durch die Rechnung. „Für Kinder ist es ideal. Man hat keine großen Wege und kommt schnell überall hin, wo man möchte“, behauptete Herbert Gaube. Trotz Regenüberfluss in diesem Sommer lassen sich die Campingfreunde den Spaß am Zelten also in Marburg nicht nehmen.

von Matthias Weber

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