Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Die Beziehung zwischen Vater und Kind stärken

Das etwas andere "Papamobil" Die Beziehung zwischen Vater und Kind stärken

Wasserspiele, eine Slackline, Bastelwerkzeuge und Bälle lockten am Wochenende Väter und ihre Kinder in die Kindertagesstätte Philippshaus.

Voriger Artikel
Den Mördern auf der Spur
Nächster Artikel
Angehörige ziehen positive Bilanz

Philipp Schokal mit Sohn Levi vor dem feuerroten Papamobil.

Quelle: Altmüller

Marburg. Levi trägt einen neongelben Helm und Weste, in seiner Hand einen Wasserschlauch. Der Dreijährige richtet ihn auf ein paar aufeinander gestapelte Dosen, die von dem Strahl umgestoßen werden. Währenddessen pumpt
Papa Philipp Schokal an einer Kübelspritze.

Die Ausrüstung kommt aus dem „Feuerroten PAPAmobil“, das vergangenen Samstag in der Kindertagesstätte (Kita) Philippshaus zu Gast war. Ausgestattet mit Freizeitgeräten wie Wasserspielen, Bällen, einer Slackline zum Balancieren und Bastel-Werkzeug fährt das alte Feuerwehrauto durch Nordhessen.

Der Vater ist unter der Woche oft nicht greifbar

Das Papamobil ist ein Projekt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Anfang des Monats wurde es mit dem Standort Marburg mit einem  Sonderpreis des Hessischen
Familienpreises ausgezeichnet, der von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Sparda-Bank Hessen vergeben wird.

Ziel ist es, gemeinsame Aktionen von Vätern mit ihren Kindern zu unterstützen. „In der Regel verbringen Kinder viel mehr Zeit mit Frauen als mit Männern“, so Kai Abraham von der evangelischen Familienbildungsstätte, die das Projekt in Marburg leitet.

Dazu gehörten nicht nur Mütter, sondern auch Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen. Der Vater sei unter der
Woche oft nicht greifbar. Es fehle daher an männlichen Bezugspersonen.

In den Kitas, in denen das Papamobil Halt macht, solle es eine konstante Vater-Kind-Arbeit initiieren, das heißt Nachtreffen oder eine Vater-Kind-Gruppe. Der Tag diene auch zum Kontakte knüpfen unter den Vätern, für die der Austausch wichtig sei.

Betreut wird das Mobil in Marburg von dem Erlebnispädagogen Helge Frick. Zwei weitere Mitarbeiter sollen noch hinzukommen.

Station machen wird das Fahrzeug bei der Stadtmission und im Familienzentrum Gedankenspiel in Wehrda.

von Freya Altmüller

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr