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„Dich schächten wir auch bald!“

Morddrohung „Dich schächten wir auch bald!“

Schon wieder Ärger im Vorfeld der Grundsteinlegung für die neue Moschee: Nach dem Ekel-Pamphlet gegen Oberbürgermeister Egon Vaupel erhielt jetzt ein Tierschützer eine Morddrohung.

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Auf diesem Gelände wird morgen Nachmittag der Grundstein für die neue Marburger Moschee gelegt.Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Seit Jahren setzt sich der Wenkbacher Wolfgang Penzler, Mitglied der Tierschutzorganisation Peta, für das Verbot des betäubungslosen Schächtens ein.

Nach seinen Informationen soll es nach der Einweihung der Moschee in St. Jost dort Schächtfleisch zu kaufen geben - auch dagegen hat Penzler schon bei vielen Gelegenheiten per Handzettel und Unterschriftenlisten mobilisiert.

Am Dienstagabend erhielt Penzler einen anonymen Anruf: „Dich schächten wir auch bald!“, soll der Mann gesagt haben - in nicht akzentfreiem Deutsch, wie Penzler gegenüber der OP bemerkte. Der Tierschützer erstattete umgehend Anzeige. Polizeisprecher Jürgen Schlick bestätigte den Eingang der Anzeige und teilte mit, dass sich die Abteilung Staatsschutz damit beschäftige.

Penzler ließ gestern noch offen, ob er morgen vor der Grundsteinlegung wie geplant Handzettel verteilten möchte. Obwohl Dr. Bilal Farouk El-Zayat bis gestern Nachmittag noch nichts davon gehört hatte, dass Penzler eine derartige Aktion plane, rechnet der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Marburg damit, unter anderem deswegen, weil Penzler mit seinen Protestaktionen schon bei früheren Veranstaltungen der Islamischen Gemeinde aktiv geworden sei.

„Ich kenne Wolfgang Penzler schon lange“, sagte El-Zayat auf Nachfrage der OP. Die Morddrohung gegen den Tierschützer verurteile er aufs Schärfste. Droh- und Schmähbriefe erhalte auch die Islamische Gemeinde immer wieder. „Das meiste ignorieren wir“, sagt El-Zayat. Aber wenn dahinter eine ernste Bedrohung stecke, erstatte er sofort Anzeige bei der Polizei.

von Till Conrad und Michael Arndt

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