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Dialog soll Lärm verringern

Oberstadt Dialog soll Lärm verringern

Der nächtliche Lärm in der Oberstadt geht allen Parlaments-Fraktionen zu weit. Wie es wieder leiser werden soll, darüber herrscht Uneinigkeit.

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Nächtliche Ruhestörungen in der Oberstadt beschäftigten erneut den Haupt- und Finanzausschuss.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Welche Wege dazu beitragen, die Ruhestörungen durch Nachtschwärmer in der Oberstadt zu minimieren, das ist höchst umstritten: Gleich drei unterschiedliche Anträge dazu standen auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag.

So wollen die „Bürger für Marburg“ die „Sicherstellung von Ruhe und Ordnung in der Oberstadt“ erreichen. Sie fordern „geeignete und nachhaltige Maßnahmen“, um die „nächtliche Ruhestörung, den Vandalismus und die Verunreinigung“ einzudämmen. Falls das alles nichts helfe, dann solle der Magistrat „nur den maßgeblichen Verursachern die Sperrstunde verlängern“.

Gegen diesen Antrag hatte sich in der vorangegangenen Sitzung die Grünen-Fraktion gewandt. „Wir wollen Leben in der Stadt“, sagte Grünen-Fraktionschef Dietmar Göttling. Schließlich sei Marburg eine Studentenstadt. Er warf den „Bürgern für Marburg“ antiquiertes Denken vor.

Die Grünen hingegen stünden für eine „moderne Bürgergesellschaft“. Das ließ Andrea Suntheim-Pichler (BfM) nicht auf sich sitzen. „Das ist ein bürgernaher Antrag auch im Sinne der Älteren und der Studenten, die in der Oberstadt wohnen“, sagte sie. Der gemeinsame Änderungsantrag von Rot-Grün lautet nun, dass der Magistrat einen öffentlichen Dialogprozess initiieren solle, bei dem alle beteiligten und betroffenen Akteure an einen Tisch gebracht werden sollten, um das Problem zu lösen. Etwas anders lautet der Lösungsvorschlag der „Marburger Linken“: Sie forderte in einem dritten Antrag, die Einleitung eines Moderationsverfahrens. „Dialog und Moderationsverfahren haben bereits stattgefunden“ warf CDU-Fraktionschef Philipp Stompfe ein, der OB Egon Vaupel (SPD) zum Handeln aufforderte, und meinte damit die Sperrstunden-Verlängerung. Es gehe bei der ganzen Debatte vorwiegend um eine Lokalität in der Oberstadt, meinte Stompfe.

Alle drei Anträge erhielten eine Mehrheit. OB Vaupel will sich nun noch einmal für einen Dialog mit allen Beteiligten einsetzen. „Es wird aber wohl keine Entscheidung geben, die dazu führt, dass das Problem gelöst wird“, warnte Vaupel vor zu großer Hoffnung.

von Manfred Hitzeroth

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