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Deutsches Grünes Kreuz steht in der Kritik

Vorwurf Deutsches Grünes Kreuz steht in der Kritik

Das Deutsche Grüne Kreuz mit Sitz in Marburg wehrt sich gegen den in einer TV-Sendung erhobenen Vorwurf, gekaufte PR anstelle von Gesundheitsaufklärung zu betreiben.

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Dr. Hans von Stackelberg (von links), Dr. Sigrid Ley-Köllstädt und Andrea Ulrich vom „Grünen Kreuz“.

Quelle: Hitzeroth

Marburg. In einem knapp zehnminütigen Beitrag des ARD-Politmagazins „Report Mainz“ unter dem Titel „Die fragwürdigen Geschäfte des Deutschen Grünen Kreuzes“ wurde vorige Woche anhand von drei Beispielen die Frage aufgeworfen, wie groß der Einfluss von Pharmafirmen oder anderen Unternehmen auf die vom Grünen Kreuz verbreiteten Informationen sei. Hans von Stackelberg, Geschäftsführer des Deutschen Grünen Kreuzes mit Sitz in Marburg, pocht im Gespräch mit der OP darauf, dass der Verein unabhängig, und neutral über Gesundheitsthemen informiere.

Jedoch räumte Stackelberg ein, dass das „Grüne Kreuz“ bei größeren Aufklärungskampagnen wie bundesweiten Impfaktionen von Unternehmen finanzielle Unterstützung erhalte. „Dritte, die uns unterstützen, haben jedoch kein Recht, die Inhalte unserer Kampagne zu bestimmen oder zu beeinflussen“, sagt Stackelberg.

Als Beispiel nannte Stackelberg die Studie über positive gesundheitliche Auswirkungen des Kaffeetrinkens – laut „Report“-Beitrag eine „erstaunlich industrienahe“ Kampagne. Für die Kampagne habe das „Deutsche Grüne Kreuz“ eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 80.000 Euro vom Deutschen Kaffeeverband erhalten, sagte Stackelberg. Mit der Finanzierung sei jedoch keinerlei inhaltliche Vorgabe verbunden gewesen. Die dann entstandene Kampagne beruhe auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht auf Werbebotschaften der Kaffeeindustrie.Durch Sponsoring mache sich das „Grüne Kreuz“ jedoch auch angreifbar.

von Manfred Hitzeroth

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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