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Detailreiche Porträts von Menschen aus aller Welt

Bundespreis für Schülerin der Otto-Ubbelohde-Schule Detailreiche Porträts von Menschen aus aller Welt

Vier kunstbegeisterte Schülerinnen der Otto-­Ubbelohde-Schule haben Preise beim größten europäischen Kreativ-Wettbewerb abgesahnt. Mit ihren originellen Bildern konnten sie die Landesjury überzeugen.

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Stolz präsentieren die vier Wettbewerbsgewinnerinnen Hannah Sophie Schroer (von links, unten), Annabel Koch, Emilia Sperl, Josephine Schmölz gemeinsam mit Kunstlehrerin Tanja Dielmann ihre prämierten Kunstwerke.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Die Freude über ihre Prämierung steht ihnen ins Gesicht geschrieben – Hannah, Emilia, Josephine und Annabel haben auch allen Grund, stolz zu sein: Drei Anerkennungspreise und sogar einen Bundespreis können sich die jungen Nachwuchskünstler demnächst in ihre Zimmer hängen. Ihre selbstgemalten Bilder fanden den Zuspruch der Jury des Europäischen Wettbewerbs, dem ältesten und einer der renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

Nach den Anforderungen der Initiative setzten sich die vier Grundschüler mit allerhand Themen aus Europa auseinander und erstellten im Werkunterricht eigene Werke in den verschiedenen Kategorien: Hannah entwarf eine aufwendige Leporello-Klappkarte­ zum Thema „Ich bin wie ich bin“.

Märchenbilder mit Happy End

Nach eingehender Recherche skizzierte sie neun detailreiche Porträts von Menschen aus Ländern der ganzen Welt. Von Mexiko, über Schweden bis Syrien und Indien brachte sie die unterschiedlichsten kulturellen Eigenschaften sichtbar aufs Papier. „Jeder Mensch ist anders, sieht anders aus und hat seinen ganz eigenen Charakter, und das macht uns zu einer einzigartigen Person“, schreibt sie in ihrem Essay zu ihrem Projekt. Als eine von 48 hessischen Teilnehmern gewann Hannah damit den begehrten Bundespreis.

Zum Märchenthema „Alles wird gut“ malten ihre Mitschülerinnen Bilder zu bekannten europäischen Märchen, natürlich mit Happy End, und gewannen allesamt Anerkennungspreise. Emilia und Josephine entschieden sich für das Märchen „Sterntaler“ und zeichneten bunte Bilder über das arme Mädchen, das für seine Güte mit Talern aus dem Himmel belohnt wird. „Das fand ich einfach schön“, erzählt Emilia. ­

Annabel wählte für ihr Projekt das Märchen von Rapunzel aus, malte einen großen Turm mit dem gefangenen Mädchen, das vom Königssohn gerettet wird. In ihrer Version stürzt allerdings die böse Hexe ansehnlich den Turm hinab. „So kann man gut erkennen, dass das Gute siegt“, erklärt die Viertklässlerin.

Mehr Interesse für Europa

Die ganze Schule freut sich über den Erfolg der kreativen Schülerinnen. „Ich bin total stolz, alle haben so intensiv an ihren Projekten gearbeitet und sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt“, lobt Kunstlehrerin Tanja Dielmann.

Unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben“ wurde der Europäische Wettbewerb dieses Schuljahres mittlerweile zum 63. Mal veranstaltet. Auf kreative Art und Weise will die Initiative das Interesse von Kindern und Jugendlichen für Europa wecken. Die Teilnehmer erstellten im Unterricht Werke zu wechselnden Themen in den Kategorien Bild, Text und Medien.

In diesem Jahr standen Themen wie Integration, Mobbing, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Zivilcourage und gewaltfreie Konfliktlösung im Mittelpunkt. Aus rund 1150 deutschen Schulen nahmen etwa 77.000 Schüler teil. Die Landesjury vergab insgesamt 671 Bundespreise.

von Ina Tannert

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