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Design von Biotreibstoffen als Ziel

Tagung Design von Biotreibstoffen als Ziel

Voll besetzt war die Alte Aula gestern beim Symposium des "Loewe"-Zentrums für synthetischeMikrobiologie zum Thema Biotreibstoffe.

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Voll besetzt waren gestern die Sitzreihen in der Alten Aula der Universität beim Symposium des Zentrums für Synthetische Mikrobiologie und der „Hessen Trade & Invest GmbH“. Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bereits zum dritten Mal veranstalten das Marburger Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (Synmikro) und die „Hessen Trade & Invest GmbH“ gemeinsam eine Tagung in der Alten Aula. Ziel war es, Wissenschaftlern und Experten aus der Wirtschaft die Möglichkeit zum Austausch über ein aktuelles Thema aus der Mikrobiologie zu geben. Zudem nutzten zahlreiche Schüler und Studierende die Gelegenheit, Einblicke in die aktuelle Forschung zu erhalten. „Wenn ich hier so viele junge Menschen sehe, dann blicke ich voll Freude auch in die Zukunft der Wissenschaft“, sagte Rainer Waldschmidt als Vertreter der „HTAI“, der landeseigenen Wirtschafts-Entwicklungsgesellschaft. Und bei der Tagung ging es auch um ein hochspannendes Zukunftsthema - die Herstellung von Biotreibstoffen mithilfe von Mikroorganismen. Die kontinuierliche Nutzung von fossilen Brennstoffen als Hauptenergiequelle kann wohl nicht mehr sehr viel länger fortgesetzt werden, weil die Vorräte an leicht erreichbaren Kohle-, Gas- und Ölvorräten wohl in absehbarer Zeit erschöpft sind. Hier kommt nun die Pflanzen-Biomasse als erneuerbare Energiequelle ins Spiel. „ Es gibt hunderttausende von verschiedenen Mikroorganismen, jedes von ihnen hat verschiedene synthetische Potentiale“, erläutert der Marburger Mikrobiologe Professor Rolf Thauer, Mitorganisator der Tagung. Hunderte von Forschungsgruppen auf der ganzen Welt arbeiten derzeit daran am synthetischen Design von Mikroorganismen mit dem Ziel, Biomasse in Biotreibstoffe umzuwandeln. Einer von ihnen ist der US-Forscher Jay Keasling (Berkeley) der den Zuhörern spannende Einblicke in seine „Werkstatt“ gab. Doch auch beim Nachwuchs tut sich etwas: So gewann Domenica Martorana mit ihrem Team von der Uni Marburg bei einem europäischen Wettbewerb die Goldmedaille für Experimente mit Mikroalgen.

von Manfred Hitzeroth.

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