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Der treue Weggefährte

Mein erstes Auto Der treue Weggefährte

Der Marburger Harald Heyn berichtet von seinem ersten Auto.

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Quelle: Privatfoto

Marburg. Mein erstes Auto habe ich heute noch, es ist ein NSU/Fiat Jagst. Das ist der deutsche Lizenzbau des Fiat 600. Genau wie ich selbst stammt er aus dem Baujahr 1959. Ich bekam ihn im Herbst 1981 geschenkt, ohne Tüv mit 35 000 km auf der Uhr und auch schon anderthalb Jahre abgemeldet. Dafür sah er aber gar nicht so schlecht aus und hatte auch keine Durchrostungen. Also habe ich ihn umgehend zum Tüv gefahren.

Diesen ersten Tüv-Bericht habe ich sogar noch. Bei einer der originalen vorderen Blinkleuchten fehlte das Glas. Dieses war zunächst gar nicht zu bekommen (ich habe es schließlich vier Jahre später auf einem Schrottplatz in Rom ergattert). Also bastelte ich mir aus einem Blinklicht eines VW Käfer diese Blinkleuchte, schliff und formte sie, sodass sie in die Originalhalterung passte. Der Tüv-Prüfer sagte, eine der vorderen Blinkerleuchten sei nicht bauartgenehmigt. Ich zeigte auf den Eigenumbau und meinte: diese? „Nein“, meinte er , „die andere“.

Dieses Auto fahre ich noch heute, aber natürlich nur im Sommer. Etwa 200 000 Kilometer dürfte ich damit schon zurückgelegt haben und es entlockt vielen – auch mir selbst – ein Lächeln. Der Wagen hat nun auch schon ungefähr die dritte Lackierung, das vierte Schiebedach, und den fünften Motor. Doch ein Auto, dass mich seit 1981 begleitet, ist mir und meinem Umfeld ans Herz gewachsen: das spezielle Ruckeln, die besonderen Geräusche und natürlich auch der eigene Geruch. Und jede noch so kleine Parklücke ist mein – denn der Kleine ist äußerst wendig.

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