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Der andere Weg zum Fest

Wanderung Der andere Weg zum Fest

Die Natur und die Stille genießen - und dennoch nicht allein sein: Die Teilnehmer der Heiligabend-Wanderungen waren von dem alternativen Weihnachtsprogramm fasziniert.

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Die Teilnehmer der Stille-Nacht-Wanderungen trafen sich an der Elisabethkirche. Von dort aus ging es los.Foto: Ina Tannert

Marburg. Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen die Zeit, in der man mit der Familie zusammen kommt. Doch oft kann die Vorbereitung auf die gemeinsamen Stunden auch Hektik und Stress bedeuten. Sei es bei der Zubereitung des Festtagsbratens oder der Aufgabe, alle Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen. Die weihnachtliche Besinnlichkeit kommt dabei oft zu kurz. Daher nahmen sich die Teilnehmer der Stille-Nacht-Wanderungen am 24. Dezember ein paar freie Stunden, um gemeinsam und ohne Stress einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen, dem Wandern, nachzugehen.

„Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, einsam wacht...“, so heißt es in dem Weihnachtslied. Die Stille-Nacht-Wanderungen begannen zwar bereits am Nachmittag, doch am Ende leuchteten nur noch die Weihnachtslichter der Stadt den Weg. Geschlafen hat dabei niemand und einsam musste ebenso keiner der Teilnehmer bleiben. In geselliger, gut gelaunter Runde begannen sie ihre Wanderungen bei milden elf Grad von der Elisabethkirche aus.

Veranstaltet wurden die beiden Wanderungen von der Volkshochschule Marburg und der Wandergruppe „Wind und Wetter.“ Die erste und längste Wanderung führte von der Kirche nach Wehrshausen und wieder zurück zum Marburger Schloss.

Wanderführerin Inge Sturm organisierte und führte die Gruppe an. Die langjährige Stadtführerin kennt die beliebtesten Wanderwege und begleitet seit rund fünfzehn Jahren unter anderem die Stille-Nachtwanderungen zu Weihnachten. „Es ist eine schöne Tradition geworden“, freute sie sich.

Der rund zwölf Kilometer lange Weg führte die ambitionierten Wanderer unter anderem am Michelchen, der mittelalterlichen Kapelle Sankt Michael gegenüber der Elisabethkirche, vorbei und anschließend über den Lahnwanderweg durch den Wald.

Die 35 Teilnehmer sowie sechs Hunde genossen den Gang fernab der Straßen mit Blick nach unten auf die Stadt. Über das Mausoleum der Behringwerke ging es dann weiter nach Wehrshausen, zu einer einstündigen Verschnaufpause im örtlichen Bürgerhaus. Speisen und Getränke brachte sich jeder selber mit und auch Weihnachtskekse durften nicht fehlen. Im Anschluss ging es am frühen Abend wieder zurück nach Marburg.

Während der Wanderung unterhielt die Leiterin ihre Gruppe mit Geschichten und Gedichten. So las sie klassische und humorvolle Weihnachtsgeschichten vor.

Ganz nach dem Motto der Veranstaltung „der andere Weg zum Fest“ oder einfach dem Wunsch folgend Weihnachten mal anders zu erleben.

Die freiwillige Teilnahmegebühr der beiden weihnachtlichen Wanderungen werden gänzlich der Wohnungslosenhilfe der Diakonie Marburg gespendet, erzählte Sturm. Die zweite Gruppe, die an diesem Nachmittag in die Wanderschuhe schlüpfte, hatte es nicht ganz so weit. Von der Elisabethkirche aus wanderten die rund 40 Teilnehmer über die Uferstaße und dem alten Kirchhainer Weg steil nach oben zum Kaiser-Wilhelm-Turm.

Wanderführer Uwe Barnstedt zeigte sich sehr zufrieden über das Interesse an der Veranstaltung. „Die Wanderung ist immer ein gewisses Highlight zu Weihnachten. Gemeinsam die Natur zu genießen, ist immer etwas besonderes“, freute sich Barnstedt.

von Ina Tannert

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