Am Frankfurter Flughafen hieß es: Geduld bewahren.
Marburg. Erik Metzger ist sauer. Stinksauer um genau zu sein. Der Streik der Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen hat ihm als Inhaber von „Eriks Reisebüro“ wirtschaftlich geschadet. Wütend beginnt der Reisevermittler vorzurechnen: „Kostet ein Flug 100 Euro, verdient das Reisebüro eine Pauschale von 3,80 Euro – und dafür telefonieren wir in Streikzeiten zwei Stunden rum.“ Denn verunsicherte Kunden wollen aufgeklärt, alternative Bahnverbindungen herausgesucht, Reisende beruhigt werden. Ganz normale Servicearbeit eben. „Wenn man das hochrechnet, arbeiten wir zwei volle Tage umsonst“, so Metzger weiter.
Auch wenn sich die Lage seit Mittwochnachmittag wieder entspannt, muss Metzger noch Tage später die Wogen bei manch einem Kunden glätten. Dann beispielsweise, wenn die Reisenden von völlig überfüllten Zügen sprechen, von fünfstündigen Bahnreisen, die stehend absolviert werden mussten. „Das, was die Fluglinien auf die Schienen übergeleitet haben, war die Bahn nicht in der Lage abzufangen. Ein Armutszeugnis“, empört sich Metzger.
von Marie Lisa Schulz
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