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Der Pott bleibt in Momberg

Feuerwehrleistungswettkampf Der Pott bleibt in Momberg

Der jährliche Feuerwehrwettkampf stand im Zeichen der Fairness - und war geprägt von der Hoffnung der zwanzig Mannschaften auf den Sieg. Seit Jahren schaffen es die Momberger, sich ein Platz auf dem Treppchen zu sicher.

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Mit der „vierteiligen Steckleiter“ eilt die Frauenmannschaft zum Einsatz.

Quelle: Jonas Hielscher

Kirchhain. Bei der Siegerehrung gab es mit dem Erstplatzierten keine große Überraschung. Diese gab es dafür an anderer Stelle: Nur 20 Mannschaften aus 17 Feuerwehren hatten sich im Vorhinein zum Kreisentscheid angemeldet und sind auch erschienen. Eine erstaunlich geringe Zahl, da es in Marburg- Biedenkopf mehr als 170 Freiwillige Feuerwehren gibt.

Besonders war auch das Engagement der Kirchhainer Wehrleute: Obwohl die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten am Feuerwehrstützpunkt in vollem Gange waren, hatte sich die Wehr bereit erklärt, wie auch in den Vorjahren, die Wettkämpfe auszurichten. Diese verliefen dann auch reibungslos.

Einen Trend konnten die Zuschauer an anderer Stelle erkennen: Schon lange ist die Feuerwehr kein Männermonopol mehr - und so war das Publikum begeistert, dass dieses Jahr erneut eine reine Frauenmannschaft antrat. Die Gruppe aus Anzefahr und Großseelheim landete auf Platz sechs. Beim jüngsten Stadtpokal der Wehren in Kirchhain belegten die Frauen sogar den dritten Platz.

Sonja Uth, erfahrene Feuerwehrfrau und stellvertretende Wehrführerin, freute sich über ein hervorragendes Ergebnis. Ihre Mannschaft, die der Feuerwehr Rauischholzhausen, erreichte den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die nächste Liga, den Bezirksentscheid. Abgeschlagen auf Platz zwölf landeten die neun Feuerwehrmänner aus der Kirchhainer Mannschaft. Eigentlich hatten sie fest eingeplant, die Momberger vom Thron zu stoßen, erklärte Gruppenführer Benjamin Beule. Mitten im Übungsablauf gab dann allerdings einer der ausgeworfenen Schläuche seinen Geist auf und musste ausgewechselt werden. Wegen dieses Zeitverlusts konnte die Mannschaft das angesetzte Ziel von sieben Minuten und 30 Sekunden nicht erreichen und verlor somit zahlreiche Wertungspunkte.

In insgesamt drei Disziplinen traten die zwanzig Mannschaften an. Nach einer theoretischen Abfrage des Kenntnisstands stand eine Löschübung auf der Wettkampf-Agenda. Wasser musste aus einem Hydranten entnommen, eine Person gerettet sowie das Feuer direkt und über eine tragbare Leiter bekämpft werden. Im Anschluss galt es, vier Feuerwehrknoten unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter zu binden. Anders als in der Theorie war der Faktor Zeit das entscheidende Maß.

Mit vier richtigen Knoten und einer Knotenzeit von 16 Sekunden legte die Momberger Truppe die Messlatte sehr hoch - und keine andere Mannschaft toppte dies.

von Jonas Hielscher

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