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Der #Papst ist der neue #Aufschrei

Twitterer zum Rücktritt Der #Papst ist der neue #Aufschrei

Viele Witze und ein bisschen Respekt für Papst Benedikt. Seit zwei Monaten verschickt Benedikt XVI. @Pontifex_de via Twitter Nachrichten in die Netzgemeinde, am Montag schweigt er eisern gegenüber den 2,7 Millionen Twitter-Nutzern, die ihm folgen. Gleichzeitig läuft das Schlagwort #Papst dem Schlagwort #Aufschrei den Rang ab.

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Papa ex porta - Der Papst macht Platz auf Petrus' Stuhl.

Quelle: dpa

Mehrfach pro Minute twittert die Netzgemeinde zum Thema Papst – die Bandbreite reicht von Respekt bis Spott und Hohn. „Der Vati kan(n) nicht mehr“, schreibt ein User. Zahlreiche Anspielungen gibt es auch zu der berühmten Überschrift der „Bild“-Zeitung zu Benedikts Amtsantritt: „Wir waren Papst“, twittert der Chefredakteur der „Rhein-Zeitung“. Beruhigt zeigt sich der Twitterer @Schefdenker: „Ich bin froh, dass er keine Frau hat, die uns in einem halben Jahr mit einem Buch nerven könnte.“  Über den Zeitpunkt des Rücktritts wundert sich @ostueb: „Und so eine Meldung am Rosenmontag?“ Für ein typisch deutsches Problem erklärt @TomSCHnet den Rücktritt: „War ja klar, dass der #Papst schlapp macht. Ämter nicht durchhalten liegt ja in deutscher Tradition. Siehe #Koehler und Konsorten.“

Auch Prominente äußern sich zu der Neuigkeit aus dem Vatikan So scherzt Komiker Oliver Pocher: „Lothar Matthäus soll erfahren haben, der Papst wechselt neue Saison zum FC Bayern...“ Moderator Jan Böhmermann zieht eine Verbindung zu Ex-Bildungsministerin Annette Schavan und schreibt: „Papst Benedikt hat weite Teile seiner Gebete und Messen ohne präzise Kenntlichmachung der Quellen abgekupfert. Rücktritt folgerichtig!“

Etwas gefühlvoller ist die Nachricht der Vize-Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär:  „Bin erschüttert, dass Papst Benedikt zurücktritt.“  CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe schreibt:  „Großer Respekt vor der Entscheidung von Papst Benedikt XVI. und einem eindrucksvollen Leben im Dienste des Evangeliums und der Menschen!“ User @ MYJBMe denkt perspektivisch und twittert: „++++EIL++++ #Papst bestätigt Dschungelcamp-Teilnahme für nächstes Jahr!“

Ob nun Dschungelcamp oder nicht, um seine Zukunft muss sich Noch-Papst Benedikt keine Sorgen machen. Kaum hat er seine Rücksichtsabsichten verkündet, winkt die Satire-Zeitschrift „Titanic“ auf ihrer Internetseite mit einem Jobangebot – kein Wunder, sorgte Benedikt doch in Kombination mit gelben und braunen Flecken auf dem Gewand für Traumauflagen des Blattes. Der Chefredakteur Leo Fischer persönlich verkündet: "Wir verlieren einen geschätzten Kollegen, mit dem wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten."  Sollte sich der Papst nicht von seiner überstürzten Kündigung abbringen lassen, hoffe die Redaktion, ihn wenigstens als Autor einer monatlichen Kolumne zu gewinnen.

 Künstlerisch frei übersetzt die Satire-Zeitung „Der Postillon“ Benedikts auf Latein gehaltene Abdankungsrede: "Natürlich respektiere ich das mir von der katholischen Kirche angetragene Amt, aber es kann eben doch nicht die zärtliche Nähe meiner Frau, die tiefen Gespräche mit meinen Kindern oder das Lachen meiner zahlreichen Enkelkinder ersetzen. Deshalb will ich meinen Lebensabend nutzen, um noch so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen."

Ob Benedikt seinen Ruhestand tatsächlich genießen können wird, ist allerdings fraglich. Die Italiener drohen, das Amt erneut an sich zu reißen! Auf Facebook kursiert unter der Überschrift „Der Allrounder – er kommt…“ eine Fotomontage eines möglichen Nachfolgers im Papstgewand: Es ist Silvio Berlusconis Kopf, der da unter einem Scheitelkäppchen steckt. Das haben wir davon: „Die Deutschen können kein #Flughafen, kein #Bahnhof und kein #Papst“,  findet @berlinIntern.

von Juliane Primus

Hier eine weitere Auswahl von #papst-Tweets:

 

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