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Der Geschichte auf der Spur

Semesterstart Der Geschichte auf der Spur

Sie ist eine von vielen Neuen in der Stadt: ­­Lena Bergmann wird in ­Marburg Geschichte und Philosophie studieren.

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Lena Bergmann beginnt ihr Studium in diesem Sommersemester. Foto: Ina Tannert

Marburg. Geschichte, Philosophie, Archäologie und Japanisch: Lena Bergmann interessiert sich für vieles. Vor drei Tagen ist die aufgeschlossene 20-Jährige von Offenbach nach Marburg gezogen, um in der Universitätsstadt zu studieren, und um die Geschichte lebendig zu halten

Gestern begann die Orientierungswoche des neuen Sommersemesters - ganze Horden frisch gebackener „Erstis“ ziehen durch die Straßen der Stadt. Ein Bild, dass aus Marburg nicht mehr wegzudenken ist. Die Erstsemester lernen auf ihrer Tour die Stadt, die Uni und einander kennen, diverse Koordinations-, Trink- und Kontaktspiele traditionell mit eingeschlossen.

Unter der fröhlichen, neugierigen Ersti-Meute ist auch Lena Bergmann. Sie kam her, um an der Philipps-Universität Geschichte und Philosophie auf Lehramt zu studieren. Noch hat sie keine Wohnung im proppenvollen Marburg gefunden, die hohe Studentenzahl erschwert die Wohnungssuche. Sie lebt zurzeit noch in einer kleinen Pension und hofft auf einen WG-Platz oder ein Zimmer im Studentenwohnheim.

Studienrichtung war keine leichte Entscheidung

Mit ihrer Entscheidung, eine Studienrichtung zu finden hat sie sich absichtlich ein halbes Jahr Zeit gelassen. Sie hat erstmal etwas gejobbt und sich umgesehen, erzählt sie im Gespräch mit der OP. Fest stand jedoch: etwas Historisches muss es sein. Geschichte ist ihre große Leidenschaft, schon in der Mittelstufe entdeckte sie ihr Interesse für die Vergangenheit, informierte sich auch außerhalb der Schule über historische Themen und ihr großes Hobby, die Archäologie. Warum viele ihrer früheren Mitschüler den Geschichtsunterricht und die Geschichte im Allgemeinen langweilig fanden, konnte sie lange nicht nachvollziehen. „Geschichte ist eine so spannende Sache, doch es kommt auf die Vermittlung an“, weiß sie heute.

Sie hatte glücklicherweise engagierte Lehrkräfte, die ihre Begabung und spätere Studienrichtung förderten. Lena entschied sich für das Lehramt (Gymnasium) um ihr Wissen und ihre Geschichtsbegeisterung einmal weitergeben zu können, auf eine interessante Art und Weise, die junge Menschen anspricht und nicht langweilt. „Das hoffe ich zumindest“, sagt sie lachend. Nebenbei interessiert sie sich zudem für die ägyptische Kultur und verschiedene Sprachen, hat bereits zwei Jahre Japanisch gelernt, als Hobby.

Freunde schwärmten von Marburg

Ihr Studium wollte sie gerne in Marburg absolvieren, aus mehreren Gründen: Die Universitätsstadt wurde ihr gleich von mehreren Freunden, die ebenfalls hier studierten, wärmstens als Studienort empfohlen. „Meine Freunde schwärmten geradezu von Marburg“, erzählt Lena. Neben der idyllischen Lage und schönen Altstadt hat sie die Marburger bisher als freundliche, offene und hilfsbereite Leute kennengelernt und bereits nette Kontakte zu ihrer Studiengruppe geknüpft.

Die Stadt liegt zudem nicht allzu weit von ihrer Heimatstadt Offenbach entfernt, so dass die Familie nicht fern ist. Was ihr bisher weniger gefällt sind die langen Wege zwischen den einzelnen Lehrorten. Lena hofft aber, dass die Wechsel zwischen den einzelnen Vorlesungen und Seminaren nicht allzu hektisch ausfallen werden.

von Manfred Hitzeroth

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