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Der „Germinator“ ist zurück

USA-Aufenthalt Der „Germinator“ ist zurück

Als Stipendiatin im Partnerschaftsprogramm von Bundestag und US-Kongress hat Lea Fischbach ein Jahr in San Dimas verbracht, ihren High-School-Abschluss geschafft und sich einen bezeichnenden Spitznamen eingehandelt.

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Erinnerungen an die Zeit in den USA: Stipendiatin Lea Fischbach trägt ihren „Doktorhut“ von der High-School-Abschlussfeier und hält ihr Diplom. Auf dem Tisch liegt ein Buch mit Fotos von ihrer Volleyball-Mannschaft in San Dimas. Dr. Stefan Heck, der als Bundestagsabgeordneter der Pate war, hat als Dankeschön ein gerahmtes Foto geschenkt bekommen, auf dem Lea mit einer Freundin in Washington zu sehen ist.

Quelle: Carina Becker

Marburg. Fernmündlich betreut wurde die inzwischen 17 Jahre alte Schülerin der Martin-Luther-Schule Marburg dabei vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Heck, aus dessen Wahlkreis bereits im kommenden Jahr wieder ein junger Mensch für ein Jahr in die USA reisen und dort als Botschafter seines Landes Kontakte knüpfen darf - auf Kosten des Bundestags, denn für diese Art der Partnerschaftspflege stellt der Bund alljährlich rund vier Millionen Euro bereit.

„Ich bin sehr froh, dass ich dieses Jahr erleben durfte“, erzählt Lea Fischbach und ist glücklich über die vielen Freundschaften, die sie geknüpft hat. „Ich war von Anfang an super eingebunden“, sagt die 17-Jährige aus Niederwetter, die vor einigen Wochen nach knapp einem Jahr Kalifornien-Aufenthalt wieder in die Heimat zurückkehrte - mit „Germinator“ als neuem Spitznamen, er stammt aus ihrer kalifornischen Volleyball-Mannschaft.

Schulisches Programm den ganzen Tag - dazu viel Sport mit der Volleyball-Mannschaft: Für Lea Fischbach war das genau das Richtige. „Die anderen Schüler dort waren sehr offen und interessiert, alle sind sofort auf mich zugegangen, es war ganz leicht, neue Freundschaften zu knüpfen“, berichtet sie mit leuchtenden Augen. Auch mit ihrer Gastfamilie, der Familie Phipps, hatte Lea viel Glück: „Es war super - auch, weil ich daheim einen Bruder habe und dort eine Schwester hatte. Und meine Gastmutter Charmaine ist zu einer richtigen Freundin für mich geworden.“ Das ein oder andere hat die 17-Jährige freilich auch vermisst: „Deutsches Brot und gekochtes Essen von meiner Mutter“, zählt sie mit schwärmerischem Blick auf, „und den öffentlichen Busverkehr - das war dort echt kein Vergleich zu hier, ständig musste ich mir jemand suchen, der mich fährt, hier in Deutschland bin ich sehr viel unabhängiger.“

Das Getrenntsein von der Familie daheim, es sei nicht immer ganz leicht gewesen, erzählt Lea. „Vor allem an Weihnachten. Da hat mir auch der Winter so gefehlt und der Weihnachtsbaum - ich war mit meiner Gastfamilie am Strand und das war echt komisch.“

Lea Fischbach erinnert sich noch gut daran, wie sie im Frühjahr 2014 mit vielen anderen Bewerbern während eines Auswahlverfahrens zeigen musste, was sie kann - und wie sie so drauf ist. „Da wird ein Test mit politischen Fragen geschrieben - aber es kommt auch darauf an, wie man sich in der Gruppe verhält und wie offen und hilfsbereit man ist, wenn dort gemeinsam gekocht wird oder man miteinander diskutiert.“

Leas Tipp für alle, die auch ein Stipendium fürs USA-Jahr bekommen wollen: „Offen sein, sich an Diskussionen beteiligen, auf die anderen zugehen und sich auch mal unterordnen.“

Schüler und junge Berufstätige können sich fürs Austauschjahr 2016 /2017 im Parlamentarischen Patenschaftsprogramm noch bis zum 11. September 2015 bewerben. Im Wahlkreisbüro von Dr. Stefan Heck in der Gisselberger Straße 17 liegen Bewerbungskarten bereit. Weitere Infos und Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet unter: www.bundestag.de/ppp

von Carina Becker

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