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Der Busverkehr steht still

Busfahrerstreik in Marburg Der Busverkehr steht still

Der Start in den Uni- und Schulalltag könnte heute, am ersten Tag nach den Winterferien, für viele nervenaufreibend werden: denn seit 4.30 Uhr steht der Busverkehr in Marburg still. Grund dafür ist ein Streik der Busfahrer.

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Seit Montagmorgen steht der Busverkehr in Marburg still. Grund dafür ist ein Streik.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. NEUE INFO: DER STREIK WIRD FORTGEFÜHRT

Auch am Dienstag steht der Busverkehr in Marburg still. Der Arbeitskampf droht sich auch danach noch länger hinzuziehen.

"So lange die Arbeitgeber kein Angebot vorlegen, geht es erstmal weiter", erklärte Jochen Koppel, Verhandlungsführer für die Gewerkschaft Verdi auf OP-Anfrage. Über die Medien habe er aber erfahren, dass es von Seite der privaten Busbetriebe am Montag kein Angebot geben werde. "Also nur indirekt", betonte er. Ein Ende des Streiks sei daher nicht absehbar.

Das bestätigt auch Volker Tuchan von Hessischen Landesverband der Omnibusbetreiber. "Wir legen kein neues Angebot vor", bekräftigte er gegenüber der OP. Dies gelte nicht nur für heute, sondern auch für die kommenden Tage. Verdi lebe "in einer Forderungswelt, die für uns nicht erfüllbar ist". Wie es ab Mittwoch weiter gehe "muss man dann mal sehen", sagte er. Eine lange Streikdauer sei vorstellbar, denn "die Fronten sind nicht einfach", so Tuchan.

Auch die Stadtwerke Marburg bestätigten der OP die Streikfortsetzung am Dienstag.

Situation in Marburg

In der Marburger Innenstadt bildeten sich am Montag zum Teil lange Staus. Auch auf der B 3 war das Verkehrsaufkommen höher als sonst, weil offenbar mehr Menschen als üblich mit dem Auto unterwegs waren.

In dem offiziellen Streikaufruf der Gewerkschaft ist von einem unbefristeten Streik die Rede, weshalb mit einer länger andauernden Streikmaßnahme zu rechnen ist. Betroffen vom Streik sind alle Buslinien sowie die Anrufsammeltaxis (AST) der Stadtwerke Marburg.

Busfahrerstreik in Marburg. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Im Landkreis rollten die Busse derweil. An der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule trafen beispielsweise ab 7.50 Uhr die Schulbusse - wie üblich - im Minutentakt ein. Ein höheres Aufkommen an "Elterntaxis" war auch nicht festzustellen. "Das übliche morgendliche Chaos an Schultagen", kommentierte eine Anwohnerin das Verkehrsaufkommen.

Auch am Busbahnhof in der Innenstadt Kirchhains war von einem Streik nichts zu spüren. Während an einer der Haltebuchten mehrere Frauen auf ihren Bus warteten, machte nebenan ein Busfahrer Pause. Andere Busfahrer warteten auf ihre reguläre Abfahrtszeit, ließen schließlich den Motor an und rollten davon.

Fahrer fordern mit Streik 5,4 Prozent mehr Lohn

Bereits vergangene Woche hatte die Gewerkschaft Verdi mehrere hessische Busbetriebe zum unbefristeten Streik ab Montag aufgerufen – auch die Stadtwerke beteiligen sich daran. Damit wollen die Busfahrer eine stufenweisen Erhöhung des Ecklohnes um 5,4 Prozent, einen weiteren Urlaubstag sowie diverse Verbesserungen bei Pausenregelungen erreichen.

Der Elternbeirat der Stadt Marburg zeigt sich „bei allem Verständnis für den Streik“ empört darüber, dass dieser „ausgerechnet auf den Schulanfang fällt“. Taxiunternehmen und Carsharing-Anbieter stellen sich derweil auf deutlich mehr Kundschaft ein.

So sieht die Situation in anderen hessischen Städten aus.

Ausführlicher Bericht folgt.

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