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Der Beginn eines neuen Geistes

Pfingstgottesdienst Der Beginn eines neuen Geistes

Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel im Schlosspark feierten die Kirchen in Marburg das Pfingstfest.

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Marburg. Die Marburger Kirchen und christlichen Gemeinschaften richteten am Pfingstmontag in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) einen ökumenischen Pfingstgottesdienst auf der Schlossparkbühne aus. Pfarrer Franz Langstein vom katholischen Pfarramt St. Johannes führte durch die Veranstaltung. Für die musikalische Untermalung sorgte die Blaskapelle der Feuerwehr Mardorf. Parallel wurde auch ein Kindergottesdienst mit Pfarrer Ulli Biskamp von der Lutherischen Pfarrkirchengemeinde St. Marien angeboten.

Bei brütender Hitze suchten die Besucher vor allem den spärlichen Schatten am Rande der Freilichtbühne.

An Pfingsten wird die Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel und damit die Geburt der Kirche gefeiert. Der Ursprung für Pfingsten war das jüdische Wochenfest Schawuot, das zum Abschluss der Getreideernte 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wurde.

In der Apostelgeschichte im Neuen Testament steht, dass sich an diesem Festtag Jesu Vorhersage erfüllte: Die Apostel bekamen den Heiligen Geist eingehaucht. In der Bibel steht: „Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen Gott eingab.“

In seiner Predigt gedachte Pfarrer Langstein auch der vielen Menschen, die nicht an einer so natürlichen Lebensvielfalt teilhaben können. Die Erinnerung an den „D-Day“, die Landung alliierter Truppen in der Normandie am 6. Juni 1944, die Probleme eines globalisierten Wirtschaftssystems sowie die Folgen unserer Leistungsgesellschaft waren Bestandteil seiner Ansprachen.

„Pfingsten ist nicht nur die Geburtsstunde der Kirche; Pfingsten ist der Anfang einer neuen Weltsicht, eines neuen Geistes, einer neuen Lebendigkeit, eines neuen Miteinanders, eines neuen Engagements für den Menschen in seiner Vielfalt“, sagte Pfarrer Langstein. Auch die anderen Prediger forderten die Besucher zu mehr Zusammenhalt auf und richteten den Blick auf den 500. Jahrestag der Reformation in Deutschland. Mit den Festlichkeiten im Jahr 2017 soll die Einheit der Kirche verstärkt beschworen werden.

von Arnd Hartmann

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