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Den weitesten Weg haben Meteoriten

37. Marburger Mineralien- und Fossilienbörse Den weitesten Weg haben Meteoriten

Bei der 37. Marburger Mineralien- und Fossilienbörse bekamen die Zuschauer wieder seltene Objekte aus aller Welt zu sehen.

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Prof. Dr. Peter Masberg vom Mineralogischen Museum Marburg (links) und Gerd Kerkhey vom Freien Institut für Geowissenschaften Marburg stellen die Sonderausstellung der Mineralienbörse vor.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Wir sind heute schon bestimmt zum 20. Mal hier, die Atmosphäre ist einfach toll, die Auswahl an Mineralien passt und es gibt einen super Kuchen“, so das Urteil von Ulrike Bölling aus Göttingen über die Marburger Mineralienbörse.
Zusammen mit Ehemann Holger sammelt, tauscht und verkauft sie nun seit an die vierzig Jahren seltene Mineralien und gehörte am vergangenen Sonntag zu 32 Ausstellern, die ihre Sammlerstücke präsentierten.

Von 9 bis 17 Uhr hatten Sammler und Besucher Gelegenheit, Fachwissen und Gesteine auszutauschen, ein Angebot, das beständig großen Zuspruch findet. „Wir haben eigentlich jedes Jahr über den Tag verteilt 700 bis 800 Besucherinnen und Besucher, wobei da genauso wie bei den Ausstellern auch unheimlich viele Stammgäste dabei sind“, so Gerd Kerkhey vom Freien Institut für Geowissenschaften Marburg, welches die Börse ausrichtet.

„Die Leute kommen aus ganz Deutschland angereist, um hier besonders seltene Stücke zu erwerben, darauf sind wir natürlich stolz“, ergänzte Kollege Dr. Frank Wierich.

Exponate aus aller Welt

Die Objekte kommen aus allen Teilen der Welt, China, Südamerika, Indien oder Australien – kaum ein Land, das nicht vertreten wäre. Die längste Reise dürften allerdings die winzigen Meteoriten haben, meist nur daumengroße Eisenstücke aus dem All, deren Grammpreis leicht mit Edelmetallen mithalten kann.

Wer sich für größere Brocken aus dem All interessiert, der ist gut beraten, einen Blick in die Ausstellung des Mineralogischen Museums zu werfen, das die Börse mit einer kleinen Sonderausstellung nutzte, um auf die eigenen Exponate aufmerksam zu machen.

Dort wird unter anderem derzeit der Meteorit aus Treysa ausgestellt, welcher mit seinen 62 Kilogramm zu den größten Deutschlands zählt. Er gilt als „Deutschlands größter Meteorit, dessen Sturz beobachtet wurde“.
Der Niedergang des Meteoriten sorgte seinerzeit in Mittelhessen für Aufregung: Zahlreiche
Menschen beobachteten am Nachmittag des 3. April 1916 zwischen Marburg und Kassel eine leuchtende Feuerkugel am Himmel. Der Über­lieferung nach wurde die Erscheinung von lautem Donner begleitet.

von Marcus Hergenhan

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