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"Den Suchverkehr minimieren"

Parkleitsystem "Den Suchverkehr minimieren"

Bis Mitte nächsten Jahres will die Stadt das Parkleitsystem für rund 250000 Euro ausbauen. Begonnen wird noch in diesem Jahr. Auch eine Park-App soll es geben.

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Das Parkleitsystem in Marburg soll um mehrere Anzeigen (wie hier in der Biegenstraße) erweitert werden.

Quelle: Archiv

Marburg. Die Debatte um Parkraum beschäftigt die Marburger Politik schon seit vielen Jahren. Nun soll ein erweitertes Parkleitsystem für eine schnellere und bessere Verteilung der Parkplatzsuchenden auf die Parkhäuser sorgen. Laut Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) beträgt deren Auslastung insgesamt rund 75 Prozent, auch wenn Spitzenzeiten bei Großveranstaltungen nicht entsprechend abgedeckt werden können. „Am Samstag vor Weihnachten oder bei 3 Tage Marburg werden wir immer Probleme kriegen“, so Vaupel. Zu normalen Zeiten verfüge die Stadt jedoch über ausreichenden Parkraum und müsse diesen mithilfe des Systems intelligenter verteilen. Insgesamt stehen in der Stadt etwas mehr als 5000 Parkplätze zur Verfügung.

Die Parkhäuser am Marktdreieck, im Nordviertel, das Oberstadtparkhaus, das Parkhaus bei Ahrens in der Universitätsstraße und das Allianzhaus sind bereits an das bestehende Parkleitsystem mit bisher 13 dynamischen Anzeigetafeln angeschlossen. Nun werden der Parkplatz am Hauptbahnhof und das Parkhaus beim Erlenringcenter ebenfalls mit in das Leitsystem aufgenommen, das von den Stadtwerken auf insgesamt 21 dynamische und 6 statische Anzeigen erweitert werden soll. Durch frühere Beschilderung an den Randbereichen der Kernstadt soll „der Suchverkehr minimiert werden“, so Vaupel. Für Auswärtige soll bereits auf der Stadtautobahn Auskunft über die Zahl freier Plätze erteilt werden. Entsprechende Gespräche mit Hessenmobil finden in der kommenden Woche statt.

„Noch vor dem Weihnachtsgeschäft wird es deutliche Verbesserungen geben“, sagt Vaupel. Die komplette Umsetzung könne bis Mitte 2016 andauern. Im Doppelhaushalt 2015/16 waren für beide Jahre jeweils rund 115000 Euro zu diesem Zweck veranschlagt. Eine Park-App soll dann auch online über freie Parkräume informieren.

„Das Problem, das wir in Marburg mit den Parkplätzen haben, ist die verlässliche Findbarkeit“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren. Dementsprechend sei der Ausbau des Systems nun „ein richtiger Schritt, weil wir früher ansetzen als zuvor“.

Langfristig müssten zudem auch Gespräche mit den Betreibern nicht-städtischer Parkhäuser, wie bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf oder im Lahncenter, geführt werden, damit diese nicht nur in den statischen Anzeigen mit aufgenommen werden können.

Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann freut sich über das erweiterte Parkleitsystem, „weil wir so auch den Händlern zeigen können, dass wir uns bemühen, mehr Menschen in die Stadt zu locken“. Gut seien die Anzeigen zudem aus psychologischer Sicht. „Vielleicht können wir damit etwas dazu beitragen, dass bestimmte Parkflächen als Innenstadt-Parkplätze wahrgenommen werden. Vom Erlenring bis zum Oberstadt-Aufzug sind es zum Beispiel nur 300 Meter“.

von Peter Gassner

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