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Den Mördern auf der Spur

"Tatort" im Polizeioldtimermuseum Den Mördern auf der Spur

Das Team rund um das Polizeioldtimermuseum legt den Fokus nicht immer nur auf Autos: Diesmal gaben die Mitglieder Einblicke in die Polizeiarbeit der 80er-Jahre.

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Wie im echten Krimi: Die Mitmachaktion „Tatort“ gab Einblicke in die frühere Arbeit der Kriminalpolizei.

Quelle: Grähling

Cyriaxweimar. Rot-weißes Band flattert um das Auto. Dahinter: Ein „Toter“ unter einem Tuch, eine Tatwaffe, Patronenhülsen, Schilder mit Nummern an den einzelnen Gegenständen und eine kriminaltechnische Assistentin mit Fotoapparat. Viele Kinder, teilweise auch die Erwachsenen, nehmen den Tatort unter die Lupe – natürlich ausgestattet mit Polizeimütze und Kelle. Denn nur Polizisten ist der Zutritt zum Tatort gestattet.

Kriminaloberkommissar Frank Dönges erklärt den Besuchern, was sie sehen: „So lief die Spurensicherung an einem Tatort in den 80er-Jahren ab.“ Die Mitglieder des Museumsteams denken sich regelmäßig besondere Aktionen aus, um Besucher auf das Museumsgelände zu locken. Beim Sommerfest ist beispielsweise die Hundestaffel dabei. Aber auch bei anderen Gelegenheiten wollen die Polizisten nicht nur ihre Fahrzeuge zeigen, sondern auch Einblicke in die Geschichte ihrer Arbeit geben.

So nimmt Dönges auch die Fingerabdrücke der Kinder und erklärt ihnen, dass jeder Mensch seinen eigenen Abdruck hat und daran immer zu identifizieren sei.

„Es sind viele Kinder da“, sagt Dönges zufrieden. Für die kleinen Besucher sei es großartig, einen Tatort zu beschnuppern, eine echte Polizeimütze aufzuziehen und einmal selbst Spuren zu sichern. „Sowas kommt immer gut an.“
Nicht nur Kinder kamen zu Besuch. Menschen aller Altersklassen flanierten über das großzügige Gelände und informierten sich über die verschiedenen Fahrzeuge aus der Polizeigeschichte. Da gab es Transportbusse, Motorräder, gepanzerte Wagen und eine Reihe typischer Streifenwagen.

Viele „alte Schätze“ unter Ausstellungsstücken

Unter den Fahrzeugen waren auch mehrere Neuzugänge. Neben einem Streifenwagen, der nach der Wende in den neuen Bundesländern im Einsatz war, gab es einen besonderen Schatz: Ein seltenes Motorrad der Marke Horax, Modell Regina.

Gebaut wurde das Motorrad 1952. Das besonders leistungsstarke Motorrad wurde in Bad Homburg gebaut. Einige Exemplare kamen in den Polizeidienst.
Wie die Mitglieder des

Museumsteams informierten, herrschte zur damaligen Zeit großer Mangel an Einsatzfahrzeugen. Manche Polizeidienststellen hätten nur ein Krad zur Verfügung gehabt. Und die meisten dieser Krads bekamen keine Sonderlackierung in Grün, sondern wurden in der serienmäßigen Lackierung in den Polizeidienst gestellt.

Das Krad gehörte dem vergangenes Jahr verstorbenen früheren Kriminalbeamten Heinrich Schuchardt. Dieser hatte bis 1994 das Marburger Betrugskommissariat geleitet. Die Witwe ist laut Museumsteam dem Wunsch ihres Mannes nachgekommen und hat das Motorrad dem Museumsteam übergeben – auch um das Fahrzeug für die Zukunft zu erhalten.

Das Polizeioldtimermuseum öffnet in diesem Jahr noch drei Mal und stellt dann die Fahrzeuge aus:

  • Der nächste Öffnungstermin ist der 28. August. An dem Sonntag findet das Sommerfest des Vereins statt.
  • Geöffnet ist auch am 18. September und am 16. Oktober.

von Patricia Grähling

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