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Demo fürs bunte Miteinander im Kreis

Integration von Flüchtlingen Demo fürs bunte Miteinander im Kreis

Anlass einer Kundgebung am Freitagmorgen vorm Kreishaus war der erstmalige Einzug der rechtspopulistischen AfD in den neugewählten Kreistag. Die Demonstranten forderten eine gute Integrationspolitik.

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Menschen aus Flüchtlingsinitiativen im Kreis, Gewerkschaftsvertreter und politisch Engagierte setzten am Freitagmorgen vor der Kreistagssitzung ein Zeichen für einen weltoffenen und integrationsfreudigen Landkreis. Dr. Kurt Bunke (kleines Foto links) vom Cölber Arbeitskreis für Flüchtlinge spricht durchs Megaphon zum Publikum, unterstützt von Bernd Hannemann, Kreistagsmitglied von Die Linke.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg.  Damit richteten sie sich vor allem an die Vertreter aus anderen Fraktionen, an die Kreiskoalition aus SPD und CDU und an die hauptamtliche Kreisspitze. Das erklärte Dr. Kurt Bunke, Vorsitzender des Cölber Arbeitskreises für Flüchtlinge, stellvertretend für die Demonstranten.

So forderte er Koalition und Kreisausschuss auf, bei den nächsten Gesprächen über den Kreisetat mehr Geld für Sozialarbeiter einzuplanen, „sonst müssen wir Ehrenamtlichen die ganze Arbeit machen“. Bunke verlangte eine integrationsorientierte Wohnungsmarktpolitik und hielt den Landkreis an, seine Mitarbeiter so fortzubilden, dass Zuwanderern aufgrund möglicher sprachlicher Defizite beispielsweise bei der Arbeitsmarktberatung durchs Kreisjobcenter keine Nachteile entstünden. Unterstützung bekamen die Flüchtlingsinitiativen, deren Vertreter aus dem gesamten Landkreis mit Plakaten und Transparenten angereist waren, von Kreispolitikern der Linken, Grünen und der Piratenpartei.

Und auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD) sowie der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU) statteten den Demonstranten vor der Kreistagssitzung draußen einen Besuch ab. Sie sicherten ihre Unterstützung bei den Integrationsbemühungen im Landkreis zu und betonten, wie wichtig ihnen eine gute Willkommenskultur sei. Die Ehrenamtlichen würdigten sie für ihren Einsatz in der Flüchtlingsarbeit.

Während der Kundgebung, die friedlich verlief, war die Polizei mit etwa zehn Personen vertreten.

von Carina Becker

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