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Debatte um Wohnungsbau und Bauland

Stadtparlament tagte Debatte um Wohnungsbau und Bauland

Weitgehend sachlich und zügig debattierte das Stadtparlament am Freitagabend über mehrere Bauleitplanungen. Für Egon Vaupel war es die letzte Sitzung in seiner Amtszeit als OB.

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Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel überreichte am Freitagabend im Parlament seinem Nachfolger Dr. Thomas Spies die Ernennungsurkunde.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Form und Atmosphäre waren am Freitagabend anders als sonst: Die Stadtverordneten verzichteten auf die sonst übliche Fragestunde und vertagten einige Tagesordnungspunkte. Denn am Ende der Sitzung sollte die Verabschiedung der Fraktionen von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) stattfinden. Sein Nachfolger Dr. Thomas Spies (SPD), der die Sitzung des Parlaments vom Zuschauerplatz aus verfolgte, wurde am Ende der Sitzung durch die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk vereidigt. Nächste Woche wird Spies noch als Landtagsabgeordneter tätig sein, ab dem 1. Dezember wechselt er ins Rathaus.

Dann wird er sich als Rathauschef auch mit dem Bauprojekt in der Neuen Kasseler Straße befassen. Die Stadtverordnetenversammlung nahm am Freitag formal, also per Beschluss, zur Kenntnis, dass die Öffentlichkeit über das Verfahren unterrichtet war. Die Marburger Linke stimmte dagegen. Die Fraktion kritisiert das Bauprojekt eines Privatinvestors im Grundsatz. Die Gegend dort sei viel zu laut, die Wohnungen seien profitorientierte Anlagemöglichkeiten, so die Argumente der Linken.

Mehr Bauland in den Außenstadtteilen

Stattdessen sollte sozialer Wohnungsbau gefördert werden. Rainer Flohrschütz (Grüne) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) verwiesen darauf, dass es gut sei, wenn in dem Viertel künftig Menschen aus verschiedenen sozialen Milieus zusammenleben. „Wir brauchen Neubau, hochwertigen und sozialen Wohnungsbau“, so Flohrschütz. Kahle erklärte zudem, durch die Häuserbauten werde das Handwerk in der Region gestärkt.

Einstimmig nahmen die Stadtverordneten den Sachstandsbericht zur Baulandentwicklung in den Außenstadtteilen zur Kenntnis. Hermann Heck (CDU) forderte die Stadt auf, mehr Bauland in den Außenstadtteilen, insbesondere in den westlichen, auszuweisen. Ansonsten würden viele junge Marburger in die umliegenden Gemeinden abwandern. Die Perspektive der Stadt auf das Thema sei bisher zu sehr „innenstädtisch“.

von Anna Ntemiris

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