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Debatte um Weihnachtsmarkt-Konzept

Elisabethkirche Debatte um Weihnachtsmarkt-Konzept

Die Zukunft der beiden Marburger Weihnachtsmärkte beschäftigte am Dienstag den Haupt- und Finanzausschuss in einer ausführlichen Debatte. Die „Bürger für Marburg“ fordern eine völlige Neukonzeption des Marktes an der Elisabethkirche.

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Der Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche setzt in der Adventszeit bunte Farbtupfer in der Stadt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Alle Jahre wieder kommt nicht nur Weihnachten, sondern es finden auch ab Ende November die beiden weihnachtlichen Märkte am Marktplatz und rund um die Elisabethkirche statt. Aus Sicht der „Bürger für Marburg“ (BfM) ist aber besonders der Weihnachtsmarkt an der Kirche „in die Jahre gekommen“. Andrea Suntheim-Pichler erläuterte im Ausschuss den BfM-Antrag, dort ein neues Konzept zu installieren, das „den Einzelhandel und die Stadt Marburg in der Adventszeit in den Vordergrund stellt“.

Weihnachtsmarkt in Marburg

Wie finden Sie den Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche?

So regte die Stadtverordnete eine zeitliche Reduzierung des Marktgeschehens an, und zwar anstelle von fast vier Wochen nur ein Angebot an drei oder vier Wochenenden. Eine Neukonzeption könne auch so aussehen, dass man Weihnachtsbuden entlang des Steinwegs sowie vereinzelt in der Oberstadt, am Schuhmarkt und am Heumarkt sowie dann am Marktplatz aufstelle.

Grundsätzlich forderte sie in ihrem Antrag den Magistrat auf, gemeinsam mit den Akteuren des Einzelhandels, der Gastronomie sowie des Stadtmarketings eine Neukonzeption für ­einen Weihnachtsmarkt auszuarbeiten.

Gutes Einvernehmen mit der Elisabethkirchengemeinde

Aus Sicht des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Göttling ist das Thema Weihnachtsmarkt schon lange auf der Agenda seiner Fraktion. Der Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche sei langweilig. Da müsse etwas passieren, um das zu ändern. Diese Meinung konnte allerdings Göttlings Parteikollege Bürgermeister Dr. Franz Kahle überhaupt nicht nachvollziehen.

Der Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche werde seit vielen Jahren von der Familie van Elkan mit großer Liebe und viel Aufwand betrieben. Zudem gehe es dort bei diesem Markt in der Adventszeit auch immer um ein gutes Einvernehmen und Absprachen mit der Elisabethkirchengemeinde. Zudem seien die beiden weihnachtlichen Märkte in Marburg im vergangenen Jahr von den Radiosendern hr3 und hr1 als besonders schöne hessische Weihnachtsmärkte bezeichnet worden. Für die Stadt Marburg habe es Stadtmarketing-Chef Jan-Bernd Röllmann übernommen, in der AG Weihnachten zusammen mit allen relevanten Akteuren das Konzept beider Märkte kontinuierlich mit zu steuern und jeweils behutsam zu erneuern. „Das gesamte Konzept über den Haufen zu werfen wird den Akteuren nicht gerecht und ist der Sache nicht dienlich“, stellte Kahle fest.

Röllmann erläuterte daraufhin, dass die AG Weihnachten im Jahr 2008 ins Leben gerufen worden sei. Dabei seien in den zurückliegenden Jahren bereits viele Neuigkeiten installiert worden. So gebe es jetzt bei­spielsweise in einer Broschüre ein vollständiges Programm mit einer Vielzahl von Aktivitäten im Rahmenprogramm.

Er machte aber auch deutlich, dass in Marburg Weihnachtsmärkte nicht subventioniert würden. „Aber für eine völlig neue Stufe müssten wir sehr viel Geld in die Hand nehmen“, sagte Röllmann. Klar sei auf jeden Fall, dass eine Stadt wie Marburg auch aus touristischen Gründe Weihnachtsmärkte benötige. Gerne könnten sich auch die Vertreter der Fraktionen an der AG Weihnachten beteiligen, ­sicherte Röllmann zu. Zumindest Jan Schalauske (Marburger Linke) gefällt der Markt an der Elisabethkirche. „Man kann dort mit Familie und Freunden ein paar nette Stunden verbringen“, sagte er im Ausschuss.

Dem etwas weiter gefassten „BFM“-Antrag, der insgesamt die Forderung nach einer Weiterentwicklung der Weihnachtsmärkte enthält, stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Angesichts der Diskussion wollen wir nun auch von den OP-Lesern wissen, wie sie den Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche beurteilen. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Online-Umfrage, die Sie auf der OP-Startseite ­ www.op-marburg.de finden.

von Manfred Hitzeroth

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