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Debatte über Klimawandel in den Tropen

Konferenz Debatte über Klimawandel in den Tropen

Eine internationale Tropenkonferenz mit mehr als 600 Teilnehmern aus 45 Ländern hat am Montag im Hörsaalgebäude der Marburger Universität begonnen.

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Im Marburger Audimax finden die Hauptvorträge der internationalen Tropenkonferenz statt.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Die weltweite Veränderung der Umwelt und deren Auswirkung auf die Tropen ist das Generalthema einer viertägigen internationalen Konferenz, die Montag in Marburg begonnen hat. Die Fachbereiche Biologie und Geographie der Philipps-Universität richten die erste gemeinsame Tagung der „Gesellschaft für Tropenökologie“ und des internationalen Fachverbands „Vereinigung für tropische Biologie und Konservierung“ aus.

„Wir sind sehr froh, dass zahlreiche Teilnehmer der Konferenz aus tropischen Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika kommen“, erklärte der Marburger Geographie-Professor Jörg Bendix, Mitorganisator der Tagung. Zum Auftakt der Tagung erläuterte Eduard Linsenmair, der Vorsitzende der Gesellschaft für Tropenökologie, dass der Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Entscheidungsträgern in der Politik in Sachen tropischer Regenwald noch verbesserungsfähig seien.

„Das Land Hessen leistet einen wichtigen Beitrag zum globalen Erhalt der Arten“: Das erklärte der hessische Verbraucherschutz-Staatssekretär Mark Weinmeister bei der Tropenkonferenz in Marburg. Die in Hessen stattfindende Vernetzung von Schutzgebieten trage zum Erhalt der Lebensräume und der Artenvielfalt bei.

Ein düsteres Bild der Lage im brasilianischen Regenwald und im Gebiet rund um den Amazonas zeichnete der brasilianische Wissenschaftler Marcello Tabarelli (Pernambuco) in seinem Vortrag. In der „Rangliste“ der Entwaldung des Regenwaldes nehme Brasilien mit 27 Prozent vor Indonesien und Myanmar eine unrühmliche Spitzenstellung ein, berichtete der Forscher. Neben der Feuerrodung des Urwaldes stelle auch die Jagd auf Dschungeltiere im großen Stil eine große Bedrohung der Artenvielfalt in Brasilien dar, machte Tabarelli deutlich.

von Manfred Hitzeroth

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