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Dauerparkplätze haben keine Chance

Ausschusssitzung Dauerparkplätze haben keine Chance

Der Parkraum in der Marburger Innenstadt ist eng bemessen. Besonders für Anwohner der Oberstadt ist die Situation schwierig.Die Zahl der Dauerparkplätze ist begrenzt.

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Für viele Anwohner ist das Thema Parken in der Oberstadt eine Leidensgeschichte. Der Bauausschuss befasste sich am Donnerstagabend mit den Problemen. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die städtischen Gremien debattieren derzeit einen Antrag der Bürger für Marburg (BfM), demzufolge es aktuell 150 Bewerber für Mietparkplätze rund um die Oberstadt gebe. Die städtische Parkraumverwaltung habe diese Zahl bestätigt. Aus diesem Grund beantragte die BfM daher die Parkplatzsituation zu verbessern.

„Die Auswirkungen nehmen Ausmaße an, die politisch nicht gewollt sein können“ führte Antragstellerin Andrea Suntheim-Pichler aus. Wohnraum in der Oberstadt stünde leer, da es kein Parkplatzangebot gebe und zum Kauf angebotene Häuser oder Wohnungen verlören ihren Reiz. Die Nachfrage sei sogar „deutlich größer“, aber da „der Frust groß ist“, wolle niemand als 151. Bewerber auf der Liste stehen. Die Verknappung durch die Bauarbeiten am Campus Firmanei führe dazu, dass keine neuen Verträge abgeschlossen werden könnten.

Bürgermeister Franz Kahle (Grüne) gab im Bau- und Planungsausschuss zu, dass „uns die schwierige Situation bekannt ist“. Es gebe „immer wieder Anfragen aus der Oberstadt“ und der Magistrat habe die Situation geprüft. Zusätzliche oberstadtnahe Parkflächen seien aber zu teuer, so dass die Stadt sie nicht finanzieren könnte. Auch eine Investorengemeinschaft scheide aus, da es zu wenige Interessenten gebe. Pro Parkplatz seien mit etwa 20.000 Euro Baukosten zu rechnen, so dass eine Re-Finanzierung mindestens 150 Euro Miete im Monat erfordern würde. Daher könne es aus diesen finanziellen Gesichtspunkten „nicht unsere Aufgabe als öffentliche Hand“ sein für Parkplätze zu sorgen. Es stünden nach wie vor „Dauerparkplätze in der Peripherie“ zur Verfügung. Zudem sei rechtlich unklar, „nach welchem Kriterium die Plätze vergeben werden sollen“. Sowohl im Umwelt- als auch im Bauausschuss wurde der Vorschlag daher mehrheitlich abgelehnt. Eine Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung erscheint daher sehr unwahrscheinlich.

Auch der Vorschlag einer Tiefgarage zwischen Stadthalle und Hörsaalgebäude fand wegen hoher Kosten keine Zustimmung.

von Peter Gassner und Till Conrad

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