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Datenklau und Trojaner: Im Netz ist Vorsicht geboten

"Safter Internet Day" Datenklau und Trojaner: Im Netz ist Vorsicht geboten

Betrugsmaschen von falschen Verkaufsangeboten bis zu Abbuchungen über ausgespähte Zugangsdaten - das Internet eröffnet Gaunern neue Wege. Internetnutzer sollten mit Bedacht handeln und ihre Daten schützen.

Marburg. Ein paar Klicks und schon ist ein Marburger im November vergangenen Jahres 80 Euro los. Ein Facebookfreund wollte seine Handynummer haben. Wenig später wird ein Pin-Code auf sein Handy geschickt, den er über eine Nachricht bestätigen soll. Nach der Eingabe in den Computer wird seine Handyrechnung mit 80 Euro belastet. Ein Hacker hatte sich in den Account seines Freundes eingeloggt und ihm die Nachricht mit der Pin geschickt.

Nur eines von vielen Beispielen, wie Menschen täglich über Betrug im Internet Geld verlieren. Der heutige weltweite „Safer Internet Day“ soll Menschen dazu auffordern, dem Thema Sicherheit im Netz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Tag findet jährlich am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats statt.

Vorsichtig war der Inhaber eines heimischen Autohauses und erstattete Anfang Juni 2011 Anzeige gegen einen Betrüger. Über eine Internetplattform, die besonders günstige Autos anbot, wollte er mehrere Fahrzeuge aus München erwerben. Der Betrüger gab sich als ein Mitarbeiter einer Firma aus, in der er nicht arbeitete. Die Zahlung sollte vor der Lieferung auf ein Konto in München erfolgen. Vor der Überweisung des Kaufpreises erkundigte sich der Kirchhainer vorsorglich bei der angeblichen Arbeitsstelle des Betrügers. Von dort erfuhr er, dass sie keine Niederlassung in München haben und es keinen Angestellten mit dem genannten Namen gibt.

Durch seine Vorsicht konnte er sich und vielleicht auch andere vor einem hohen Geldverlust schützen.

In sozialen Netzwerken sollte die persönliche Adresse nicht angegeben werden, außerdem raten Experten dazu, sich gut zu überlegen, ob es sinnvoll ist, den vollen richtigen Namen preiszugeben. Bei der Wahl des Passwortes ist zu beachten, dass es nicht aus persönlichen Namen oder Nummern bestehen sollte. Sinnvoll ist, wenn Groß- und Kleinbuchstaben mit anderen Satzzeichen vermischt sind, um es Hackern schwer zu machen. Das Passwort ist geheim zu halten und sollte alle zwei bis drei Monate geändert werden.

Eine Umfrage unter 14- und 15-Jährigen zeigt, dass die meisten bei Facebook und Co. angemeldet sind, damit sie mit Freunden und Verwandten kommunizieren können. Doch längst nicht alle Nutzer schützen sich, indem sie nur die akzeptierten Netzwerk-Freunde ihre volle Profilseite sehen lassen. Eine 14-jährige sagt: „Ich kenne nicht alle, die ich als Freunde annehme. Meistens sind es Freunde von meinen Freunden. Wenn ich allerdings gar nicht weiß, um wen es sich handelt, nehme ich die Freundschaftsanfrage nicht an“.

Sehr beliebt bei Hackern: Online-Banking

Doch nicht nur Datenklau gehört zu den Gefahren aus dem Internet. Schadprogramme wie sogenannte „Trojaner“ oder Viren können - einmal auf dem Computer aufgespielt - die gesamte Hardware des Benutzers, also zum Beispiel Festplatten, unbrauchbar machen. Als Trojaner bezeichnet man ein schädliches Computerprogramm. Es ist als nützliche Anwendung getarnt, zerstört jedoch ohne das Wissen des Anwenders andere Funktionen. Um dies zu verhindern, kann man Sicherheitsprogramme installieren.

Im Zusammenhang mit Trojanern und Viren warnen Experten davor, E-Mails zu öffnen, die von unbekannten Absendern verschickt wurden. Solche Mails könnten Schadprogramme enthalten.

Sehr beliebt bei Hackern ist die Online-Banking Seite, wo man über das Internet sein Geld verwaltet.

Jede kleine Veränderung der Seite kann ein Hinweis auf ein Internetbetrüger sein und sollte überprüft und gegebenenfalls bei der Polizei gemeldet werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.klicksafe.de

von Tabitha Sell

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