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Das rot-grüne Konfliktpotenzial wächst

Marburg Das rot-grüne Konfliktpotenzial wächst

In der Regel ziehen SPD und Grüne in Marburg an einem Strang. Doch gibt es auch Konfliktpotenzial in Sachen Windenergie, Seilbahn und Altenpolitik.

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In der Collage von myheimat-Bürgerreporter Oskar Schroeder schwebt eine kleine Seilbahn vor der Universitätsbibliothek vorbei. Für die Grünen ist eine regelmäßige Verbindung zwischen Stadt und Lahnbergen denkbar.

Marburg. Reinhold Becker (SPD) und Dietmar Göttling (Grüne) sind sich im Allgemeinen ziemlich einig. Als Vorsitzende ihrer Stadtverordnetenfraktionen versuchen sie, Auseinandersetzungen zwischen den Parteien möglichst frühzeitig zu erkennen und wenn möglich im Keim zu ersticken.

Doch gelingt dies nicht immer: Nach den Differenzen über die künftige Struktur der Marburger Altenhilfe, die offen ausgetragen wurden, bergen auch die seit Monaten diskutierten Windkraftstandorte auf den Lahnbergen und die von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Die Grünen) im vergangenen Jahr vorgeschlagene Seilbahn zwischen Innenstadt und Lahnbergen eineinhalb Jahre vor den Kommunalwahlen Konfliktpotenzial.

„Innovative Ideen stoßen bei der SPD nicht immer auf offene Ohren“, kritisierte der Grüne Göttling mit Blick auf die Seilbahn und den Windkraftstandort auf den Lahnbergen. Während die Grünen den Ausbau der regenerativen Energien als Beitrag zum Klimaschutz wollen und laut Göttling dafür durchaus auch die Lahnberge in Frage kommen, stößt dieser Standort beim Koalitionspartner SPD auf Widerstand.

„Wir sind uneingeschränkt für Windkraft. Nur glauben wir nicht, dass die Lahnberge dafür der richtige Standort sind“, kontert der Sozialdemokrat Reinhold Becker. Der Elnhäuser verweist auf die Folgen für das Stadtbild und auf das sensible Waldgebiet auf den Lahnbergen. Sowohl Göttling als auch Becker fordern eine Visualisierung, die deutlich machen soll, wie sich die bis zu 180 Meter hohen Windkrafträder etwa auf das Stadtbild auswirken. In Sachen Windkraft auf den Lahnbergen stehen die Grünen in Marburg derzeit also ziemlich alleine, denn auch der Marburger FDP-Ortsverband lehnt den Standort strikt ab: Die FDP trete für regenerative Energie ein, sei es Sonnenenergie, Hybridtechnologie, und „in gewissem Rahmen auch Windkraft“ – wobei die Freidemokarten an Offshore-Anlagen denken.

von Uwe Badouin

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