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"Das Ergebnis kann sich sehen lassen"

Kulturscheune Schröck "Das Ergebnis kann sich sehen lassen"

Als Krönung der Dorferneuerung ist die neue Kulturscheune eingeweiht worden. Nun liegt es an den Schröckern, diese mit Leben zu füllen, sagte Ortsvorsteher Uwe Heuser.

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Zahlreiche Einwohner aus Schröck, Vertreter aus Dorf-, Stadt-, Kreisverwaltung, Architekten und Entwicklungsplaner feierten den Abschluss des Dorferneuerungsprogramms und die Einweihung der Kulturscheune, wo der Männergesangverein auftrat.Foto: Ina Tannert

Schröck. Die erste Planungswerkstatt fand bereits im Jahr 2006 statt, zahlreiche Nutzungsvorschläge und Umbaumaßnahmen für leerstehenden Gebäude im Ortskern folgten. Nun kann der Stadtteil den endgültigen Abschluss des langwierigen Dorferneuerungsprogramms feiern.

Vergangene Woche versammelten sich zahlreiche Bewohner, Vertreter der Stadt-, der Kreisverwaltung und zahlreiche Mitverantwortliche des Projekts auch gleich zur offiziellen Einweihung der neuen Kulturscheune, dem Highlight der Dorferneuerung. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Tausendfüßlerschule und dem Männergesangsverein.

Ein Ende der aktuellen Dorferneuerung bedeute nicht ein Ende der individuellen Entwicklung, sagte Landrätin Kirsten Fründt (SPD) während des kleinen Festes am Freitag. Ob und wie ein Ort es schafft, lebenswert und attraktiv zu sein, liege daran, was die Bewohner aus ihm machen. Die Schröcker haben es geschafft, neue Strukturen für ihren Ort zu schaffen, die dauerhafte und nachhaltige Früchte tragen, lobte Fründt.

Ein Erneuerungsprogramm könne nur Grundlage und Anstoß für ein gut funktionierendes Dorfleben geben, betonte auch Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). „Einige Dinge sind gut gelaufen, andere führten zu Unebenheiten“, sagte das Stadtoberhaupt rückblickend auf die im Zuge der Entwicklung immer wieder aufkeimende Kritik bezüglich der Zusammenarbeit und teils missglückten, verzögerten Baumaßnahmen.

Aber Reibung erzeuge bekanntlich Wärme, die Bereitschaft, Probleme abzubauen, sei immer vorhanden gewesen, so Vaupel und bedankte sich bei allen Akteuren des Großprojekts, die sich engagiert hatten und eine „Auseinandersetzung mit der Stadt“ eingegangen seien. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte er. Etwa 1,7 Millionen Euro habe die Dorferneuerung insgesamt gekostet, 900000 Euro stammten aus Fördermitteln.

„Es gab viel Reibung, es ist aber auch viel passiert“

„Der Weg war geprägt durch Kontroversen und kritische Diskussionen. Es gab viel Reibung, es ist aber auch viel passiert“, erinnerte auch der verantwortliche Architekt Hartmut Kind. Die erfolgten Maßnahmen stärken das Dorfleben wie auch die positive Entwicklung des Stadtteils und der ganzen Stadt, lobte der Ingenieur. Schlüsselprojekt der Dorferneuerung in Schröck als Weiterentwicklung, Sicherung und Ausbau der wirtschaftlichen Grundlage und Lebensqualität im Dorf war stets die „Innen- vor Außenentwicklung“. Der alte Ortskern stand im Fokus der Planer, um die vorhandene historische Bausubstanz zu erhalten und weiter nutzbar zu machen.

Gezählt wurden anfangs mehr als 30 leerstehende Stall- und Scheunengebäude. Für acht davon wurden im Zuge der Planung Vorschläge und bauliche Maßnahmen für eine private oder gewerbliche Nutzung entwickelt.

Auch die durch den Ortskern verlaufende Schröcker Straße wurde neu gestaltet und mit verkehrsberuhigenden und -sichernden Maßnahmen ausgestattet. Weitere öffentliche und private Projekte wie eine Sanierung des Wegekreuzes am Kirschbäumchen, dem Bildstock Metzgerskreuz oder der Bolzplatz folgten.

Der „krönende Abschluss“ der Dorfentwicklung war der Aus- und Umbau der ehemaligen Hingilskoots-Scheune zu einer zentralen Kulturstätte, betonte Ortsvorsteher Uwe Heuser. Der geplante Pachtvertrag und die Übergabe der Scheune an den Förderverein steht noch aus. Bisher gab es drei größere Feiern in der neuen Begegnungsstätte - ein erfolgreicher Probelauf, freute sich Heuser.

von Ina Tannert

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