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"Das Ding" für die Hufe

Das Ding "Das Ding" für die Hufe

Auf OP-Leser ist Verlass: Egal, wie schwer das Bilderrätsel ist – unter unseren rund 30 000 Zeitungs- und Online-Lesern weiß immer jemand, was es ist.

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Hättet ihr mich mal gefragt“, sagte eine Kollegin am Morgen, an dem wir das „Ding“ (siehe kleines Bild oben rechts) veröffentlicht hatten. Zur selben Zeit kamen die ersten Anrufe und
E-Mails rein. Für die Reiter unter unseren Lesern, war das Rätsel ein Kinderspiel. Das „Ding“ ist ein Stollenkoffer für Pferde.
Stollen für Pferde? Ja. Ähnlich wie Fußballer vor Spielen auf matschigen Plätzen die Stollen wechseln, können auch Reiter ihren Pferden Stollen unter die Hufe schrauben. „Stollen werden beim Springreiten, in der Vielseitigkeit und bei Kutschfahrten eingesetzt“, erklärt Beate Schridde. Die Reitlehrerin und Hessen-Vizemeisterin im Mannschafts-Vielseitigkeitsreiten setzt Stollen regelmäßig ein und kann ganz genau erklären, was es mit dem „Ding“ auf sich hat. Je nachdem, auf welchem Boden die Pferde Halt finden müssen, werden andere Stollen montiert. Auf einer matschigen Wiese reichen die kurzen abgerundeten Stollen – im Morast schraubt Beate Schridde ihrem Pferd die langen kegelförmigen Stollen unter die Hufe.
 

Dazu dient das Werkzeug aus dem Kasten:

Im Kasten waren 16 messingfarbene Stollen zu sehen – anders als in der Vorstellung vermutet, sind sie aber nicht aus Messing, sondern „aus Stahl mit einer gelbchromatierten Verzinkung“, wie OP-Leser Markus Rauchel aufklärte. Neben den Stollen waren noch zwei Arten Gewindeschoner im Kasten. Die aus Metall lassen sich mit dem beigefügten Inbusschlüssel in die Hufeisen schrauben, um die Gewinde zu schonen. In der Plexiglasbox befinden sich Gummistopfen, mit denen sich ebenfalls die Gewinde schützen lassen. Das ist nötig, weil Stollen zwar im Gelände nützlich sind, Pferde damit aber nicht auf Straßen traben dürfen. Wenn die Gummischoner wieder aus dem Hufeisen heraus müssen, kommt die Stahlbürste mit dem Holzgriff und dem Dorn am Ende zum Einsatz. Zuerst wird der Stopfen mit dem Dorn heraus gepult und das Gewinde mit der Stahlbürste gereinigt. Wenn das Gewinde durch Steinchen beschädigt wurde, kann der Reiter es mit einem Gewindeschneider reparieren (orangenes Werkzeug unten, im Original-Ding das silberne Werkzeug im Deckel).

Unter den Lesern, die den Stollenkasten erkannt haben, war auch Uli Laube, der das Set am liebsten kaufen würde.
Dieter Wendt weiß allerdings noch nicht genau, ob er seinen Schatz verkaufen will. Gerade am Wochenende hatte er das „Ding“ den „Buddelschiffern“ präsentiert (das sind Bastler, die wie Wendt Flaschenschiffe bauen). Auch wenn sie nicht wussten, was sie da vor sich hatten – „wir hatten großen Spaß beim Rätseln“, erzählt Wendt. Jetzt wo er weiß was es ist, kann er sich aber zumindest vorstellen, zu verkaufen. „Ich habe kein Pferd und ich werde auch in Zukunft keins kaufen. Vielleicht verkaufe ich den Koffer und suche mir einfach ein neues ‚Ding‘ auf dem Flohmarkt“, überlegt Dieter Wendt.

Das war das gesuchte "Ding" :

Die Gewinner:

Unter den 40 Lesern, die uns die richtige Antwort mitgeteilt haben, haben wir zehn Exemplare des Buches „100 Leute, 100 Leben“ verlost. Sobald wir ihre Adressen beisammen haben, schicken wir die Bücher auf die Reise.

  • Markus Rauchel
  • Rainer Hüthmayr
  • Katharina Geßner
  • Susanne Schröder
  • Bernd Bamberger
  • Anna Pfeffer
  • Sonja Engelbach
  • Petra Sitter
  •  Dana Preiss
  • Mareike Busse
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