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Das Biegenviertel erhält eine Kirche

Marburg in alten Bildern Das Biegenviertel erhält eine Kirche

Das Biegenviertel, wie es bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg aussah: ohne den markanten Kirchturm von St. Peter und Paul, ohne Stadthalle und ohne Hörsaal- und Verwaltungsgebäude der Universität.

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Das Biegenviertel im Jahr 1957: Die Vorbereitungen für den Bau der Kirche St. Peter und Paul laufen bereits, das Hörsaalgebäude der Universität wurde erst 1960, die Stadthalle im Jahr 1969 eröffnet.

Quelle: Archiv St. Peter und Paul

Marburg. Marburg im Jahr 1957: Unser Foto zeigt das Biegenviertel und die Wohnblocks in der Johannes-Müller-Straße (am linken Bildrand).

Das freistehende Haus in Richtung Biegenstraße ist der heutige Gemeindesaal von St. Peter und Paul. Er wurde 1952/1953 erbaut und diente auch als Gottesdienstraum. Im Hintergrund links ist der mächtige Bau der heutigen Sophie-von-Brabant-Schule (früher Friedrich-Ebert-Schule) zu sehen. Dort, wo heute das Hörsaalgebäude steht, sieht man deutlich eine Kleingartenkolonie.

Rund um das Gemeindehaus von St. Peter und Paul ist die Fläche bereits planiert; die Vorbereitungen für den Bau der Kirche und des Glockenturms laufen ganz offensichtlich. Auch das Gebäude der Katholischen Hochschulgemeinde und das Pfarramt St. Peter und Paul stehen noch nicht. Möglich war der Bau durch eine Spende des Cartellverbands der katholischen Studentenverbindungen.

In den späten 50er-Jahren hatte es zwischen der Stadt Marburg und der Diözese Fulda heftige Meinungsverschiedenheiten über das Aussehen des Gotteshauses gegeben. Aus der Geschichte der Pfarrei ( www.
peterundpaul-marburg.de) geht hervor, dass Bischof Dr. Adolf Bolte und Domkapitular Eduard Schick den vom Marburger Magistrat gewünschten neugotischen oder barocken Bau ablehnten und sich mit ihrer Vorstellung von einer „zeitgemäßen und modernen Kirche“ durchsetzten. Der offizielle erste Spatenstich wurde am 1. September 1957 gefeiert. Grundsteinlegung war im September 1958, die Kirchweihe durch Bischof Bolte am 6. und 7. Juni 1959.

von Till Conrad

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