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Dank, wem Dank gebührt

OP-Serie "Danke fürs Ehrenamt" Dank, wem Dank gebührt

Die einen sind für kranke Kinder da, die anderen für alte alleinstehende Menschen. Wieder andere setzen sich für Flüchtlinge ein oder fürs Miteinander im Dorf. Ehrenamt im Landkreis hat Tausende Gesichter.

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Im Kreisjugendheim in Wolfshausen schauten sich die Jurymitglieder von „Danke fürs Ehrenamt“ im November 2014 die Zuschriften an und vergaben Punkte für die Vorschläge von Bürgern aus dem gesamten Landkreis: (von links) Dirk Röder, Kathryn Leppert, Andreas Wittmann und Reinhold Beck, alle vom Vorstand des Vereins zur Förderung des Ehrenamtes.Archivfoto: Carina Becker

Marburg. Ehrenamtlich tätigen Menschen Danke sagen. Ihnen einen Blumenstrauß vorbeibringen. Mit ihnen reden über das, was sie für andere tun. Sie zu einem schönen Abendprogramm einladen. Ihre Arbeit öffentlich vorstellen. Der Verein zur Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Marburg-Biedenkopf legt in diesem Herbst erneut die Kampagne „Danke fürs Ehrenamt“ auf.

Im vergangenen Jahr lief die Aktion erstmals - und war aus Sicht des Vereinsgeschäftsführers Reinhold Beck ein großer Erfolg. „Das hat uns sehr bewegt, welch großartigen Einsatz von Menschen aus dem Landkreis wir 2014 kennengelernt haben“, blickt er zurück und erinnert an 44 Zuschriften, die es bei der Erstauflage von „Danke fürs Ehrenamt“ gab. Eine Jury wählte daraus fünf Männer und Frauen aus - fünf Menschen, die durch ihren außerordentlichen Einsatz sofort ins Auge fielen.

Vorschläge bis zum 1. November

„Die Geschichten waren sehr vielfältig - sie zeugten davon, was Ehrenamt alles bedeutet, wie groß die Bandbreite des Einsatzes für andere in Marburg-Biedenkopf ist“, fasst Beck zusammen.

Die Dankeschön-Aktion 2014 kam so gut an, dass der Förderverein nun wieder nach besonderen Menschen sucht, die ganz einfach einmal ein dickes Dankeschön verdient haben. Bis zum 1. November sollen all jene sich melden, die eine solche Person vorschlagen wollen. Das kann der Nachbar sein, der immer zu Hilfe eilt, wenn er gebraucht wird. Eine Person, die sich in der Tierrettung oder für die Feuerwehr stark macht.

Ein Mensch, der durch seine ehrenamtliche Arbeit einen ganzen Verein am Laufen hält. Jemand, der sich um jene kümmert, die noch fremd sind und ihre neue Heimat und die neuen Menschen um sich herum erst kennenlernen müssen. „Egal, ob es sich um eine Person handelt, die ein Amt im Verein erfüllt, oder ob es jemand ist, der sich einfach selbst seinen Aufgabenbereich gesucht hat, um anderen etwas Gutes zu tun - wir sind an allen Geschichten interessiert über Menschen, die anderen unentgeltlich helfen“, sagt Reinhold Beck. Vorgeschlagen werden können Einzelpersonen oder auch Organisationen. In der Woche zum 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamts, stellt die Oberhessische Presse die ausgewählten Ehrenamtlichen vor. „Im vergangenen Jahr hat uns vor allem beeindruckt, was im Stillen und Verborgenen so alles im Ehrenamt geschieht - ohne Bezahlung oder Aufwandsentschädigung“, hebt Beck hervor.

Verein hält Vordrucke für Bewerbungen bereit

Der Ehrenamtsförderverein hat eine kleine Broschüre zur Bewerbung aufgelegt - sie kann als Bewerbungsvordruck genutzt werden und ist erhältlich per E-Mail oder auf dem Postweg, anzufordern beim Verein zur Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Bergäcker 5, 35096 Weimar oder per E-Mail an: Verein.kje@gmx.de. Ein selbstverfasstes Bewerbungsschreiben ohne den Vordruck per Post oder E-Mail an die obenstehenden Adressen funktioniert aber auch.

Diese Infos sollte das Bewerbungsschreiben enthalten: Um wen handelt es sich? Warum sollte dieser Person oder Organisation einmal Danke fürs Ehrenamt gesagt werden? Erhält die Person für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung? Wie lange ist die Person schon ehrenamtlich tätig? Adresse, Telefonnummer und E-Mail der Person, die ausgezeichnet werden soll - sowie die vollständigen eigenen Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 1. November.

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