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Dank an Wortwitz-Meister, Musiker und Sport-Asse

Ehrungen Dank an Wortwitz-Meister, Musiker und Sport-Asse

Dr. Friedemann Nassauer und Hans Visosky erhielten den Ehrenbrief des Landes Hessen. Mit dem Historischen Stadtsiegel wurden Gabriele Oberthür-Hering, Lars Ruppel und Günther Keifler ausgezeichnet.

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Die Geehrten: Dr. Friedemann Nassauer (2. von links), Hans Visosky, Gabriele Oberthür-Hering, Günther Keifler und Lars Ruppel. Foto: Heiko Krause

Marburg. „Diese Auszeichnungen sind aufrichtiger Dank für die Arbeit“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). „Denn die macht das Leben in unserer Stadt aus.“ Nicht die Politik, sondern Bürger, die in ihrer Freizeit für die Gesellschaft da seien, würden „die Grundlage für eine lebenswerte Stadt legen“ - in welchen Bereichen auch immer.

Dr. Friedemann Nassauer ist bereits seit 13 Jahren Vorsitzender des Konzertvereins, der mit Gründungsjahr 1786 eine der ältesten kulturellen Vereinigungen Marburgs ist. Dort hatte er sich auch in den Jahren vorher schon eingebracht. So war Nassauer von 197 bis 1998 Mitglied des Künstlerischen Beirats des Vereins, anschließend ein Jahr Vorstandsmitglied und füllte dann bis 2001 das Amt des Zweiten Vorsitzenden aus.

Hans Visoskys vorwiegende ehrenamtliche Heimat ist der Schützenverein 1953 Wehrda, der ihm bereits die bronzene, silberne und goldene Nadel dafür verliehen hat. Jugendwart war er von 1988 bis 1991. Seit 2002 ist er Vereinsvorsitzender vor. Darüber hinaus ist Visosky bei den Kyffhäusern Bürgeln, im Männerchor Wehrda, beim Festausschuss Marburger Karneval, im Elferrat, in der Ketzerbachgesellschaft und der Burschenschaft Wehrda aktiv.

Gabriele Oberthür-Herings Liebe gilt der klassischen Musik. Von 2002 bis 2012 leitete sie als Vorsitzende die Marburger Musikfreunde, den Organisator der Marburger Schlosskonzerte. Seitdem arbeitet sie dort im Künstlerischen Beirat mit. Beisitzerin ist sie zudem beim Marburger Konzertverein.

Günther Keifler wurde vor allem dafür ausgezeichnet, dass er sich für den Fußballnachwuchs eingesetzt. Nach seiner aktiven Karriere, in der er auch Profi bei Eintracht Frankfurt war, war er zunächst Trainer beim FV Bürgeln und dem TSV Cappel, bevor er 1983 zu seinem Stammverein VfL 1860 Marburg zurückkehrte. Stützpunkttrainer für den Hessischen Fußballverband war Keifler von 1990 bis 1992. Nachdem sich die Fußballer als VfB 1905 Marburg vom VfL getrennt hatten koordinierte er dort die A- und B-Jugend von 1996 bis 2000. In den schwierigen Zeiten des Vereins war Keifler eine der treibenden Kräfte des Neuaufbaus, der bis heute andauert.

Einer jungen Kulturform hat sich Lars Ruppel verschrieben, dem Poetry Slam. Bei dieser modernen Form des Dichterwettstreits müssen selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden, das Publikum bewertet dann Vortragsform und Inhalt. In diesem Jahr wurde Ruppel Deutscher Meister. In Marburg gibt er Poetry Slam Workshops und rief die Hessischen Meisterschaften ins Leben. Sein Einfluss zeigt sich dadurch, dass bisher nur Marburger diese gewannen und die größte Gruppe bei den deutschen Titelkämpfen stellen. Zudem ist es ihm zu verdanken, dass bereits eine Vielzahl internationaler Poetry Slammer in der Universitätsstadt waren. Darüber hinaus hat Ruppel mit dem „Hamburger Hamster“ einen Laien-Literatur-Preis ins Leben gerufen.

„Unsere Gesellschaft wäre um vieles ärmer, wenn es keine liebenswerten Menschen wie Sie gebe“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer.

von Heiko Krause

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