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Dächer müssen saniert werden

Landgrafenschloss Dächer müssen saniert werden

Die erneute Sanierung des Landgrafenschlosses steht an. Ein Gesamtkonzept dafür soll in den kommenden zwei Jahren erarbeitet werden.

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Eine Dachsanierung der Hauptbauten des Marburger Schlosses soll ab 2018 erfolgen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das im Landesbesitz befindliche Landgrafenschloss wird von der Universität Marburg verwaltet. Es thront als Wahrzeichen Marburgs hoch über der Stadt und wird bereits von weitem wahrgenommen. Doch das historische Bauwerk ist stark renovierungsbedürftig.

Einzelheiten zur anstehenen Schloss-Sanierung teilte Maja Turba von der Bauabteilung der Universität am Dienstag bei einer gemeinsamen Info-Veranstaltung von Uni und Stadt Marburg rund um Bauvorhaben des Universitätsbaus mit.

Letzte große Bausanierung endete 2003

„Die letzte große Bausanierung des Schlosses war in den 90er Jahren und wurde 2003 beendet“, erläuterte Turba. Doch nun gibt es erneut Sanierungsbedarf, Bereits in den Jahren 2010 und 2011 wurde die Sanierung der südlichen Stützmauer des Schlosses ausgeführt, die Richtung Innenstadt weist. Ab dem kommenden Jahr ist dann auch die nördliche Stützmauer an der Reihe, die Richtung Renthof weist.

Mit dieser Sanierung der Stützmauern ist es aber noch lange nicht getan, sondern auch am und im Gebäude muss wieder saniert werden. „Wir erstellen derzeit ein Gesamtkonzept für die Sanierung des Schlosses“, erklärte Turba. Dabei kooperiert das Uni-Baudezernat mit den Vertretern der Denkmalpflege und des Landesamtes für Archäologie.

In diesem Zusammenhang soll zunächst der bauliche Zustand des Schlosses dokumentiert werden, und ein an die aktuellen Bestimmungen angepasstes Brandschutzkonzept für das historische Gemäuer soll erarbeitet werden.

Sanierung des Daches soll 2018 beginnen

Klar sei auf jeden Fall, dass eine Dachsanierung unumgänglich sei. Damit soll im Jahr 2018 begonnen werde, denn im ­Reformationsjahr solle das Schloss nicht verhüllt werden.
Im Jahr 2017 ist eine große Ausstellung zur Reformationsgeschichte im Schloss geplant.

Die Einrüstung des Schlosses mit Baugerüsten, die dann noch nicht erfolgen soll, ist aber für die Sanierungsarbeiten am Schloss notwendig, erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause der OP auf Anfrage. Die Dächer aller Hauptbauten des Schlosses seien sanierungsbedürftig, sagte die Präsidentin. Auch die Innenhof-Fassade des Südflügels müsse renoviert werden. Zdem sei eine Erneuerung der Haustechnik wohl unumgänglich, bemerkt die Präsidentin.

Gesamtkosten übersteigen Möglichkeiten der Universität

Eine Schätzung der möglichen Gesamtkosten für die Schloss-Sanierung wollte Krause gegenüber der OP noch nicht abgeben. Allerdings übersteige diese Summe wahrscheinlich die finanziellen Möglichkeiten der Marburger Universität, erklärte sie. Auch im Umfeld des Landgrafenschlosses soll sich in naher Zukunft einiges tun, was die Erreichbarkeit angeht.

Zwar sei das Projekt des Schrägaufzuges von der Wettergasse hoch zur Nordseite des Schlosses zunächst auf Eis gelegt, sagte Stadtbaudirektor Jürgen Rausch. Jedoch solle die Landgraf-Philipp-Straße, ein bisher nur für Fußgänger und Rettungsfahrzeuge zugänglicher Weg, der von oberhalb des Obermarktes bis hoch zur Südseite des Schlosses führt, behutsam erneuert werden.

Zudem wolle sich die Stadt Marburg in einem Städtebauförderprogramm des Bundes bewerben und mit dessen Hilfe einen Plan für eine bessere Gestaltung der Lutherstraße erreichen, über die Autos das Schloss erreichen können.

von Manfred Hitzeroth

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