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„Counterstrike“ lockt Jugend ins Kino

E-Sport „Counterstrike“ lockt Jugend ins Kino

Applaus, Jubel, Flüche: Eindrücke der Live-Übertragung des Videospiel-Turniers „ESL One“ im Cineplex.

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Jackline Bender interessiert sich – wie Fabian Nowak – für Videospiele und schaute sich das ESL-Finale live an.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Mehr als 100 Gäste haben am Sonntag im Kinosaal das Finale der sogenannten E-Sports mit dem Videospiel „Counterstrike: Globel Offensive“ verfolgt. Die Veranstaltung fand in Köln vor 20 000 Zuschauern statt. Den Profi-Zockern bei der Jagd auf virtuelle Terroristen zuzuschauen hat in der Gaming-Szene den Spaßfaktor einer Fußball-WM.

„Das ist total heftig mittlerweile. Die Profis bekommen ja nicht nur Gehälter und Siegesprämien, sondern auch Häuser und eine Rundum-Versorgung, damit sie eben acht Stunden am Tag spielen können“, erklärt Rene Lutz, Cineplex-Mitarbeiter.

Woher kommt die Begeisterung? „Ich muss zugeben, dass ich mittlerweile nicht mehr so schnell reagiere wie die Kids, aber ich sehe mir trotzdem gerne an, wie die Profis zocken. Es ist einfach eine Wahnsinnsentwicklung, dass es heute Menschen gibt, die mit Computerspielen richtig Geld verdienen. Das war früher für uns undenkbar, als wir unsere Computer noch in der Garage per LAN-Kabel verbunden haben“, sagte Fabian Nowak (26).

„Ich habe bisher nur League of Legends oder Battlefield gespielt, aber ich schaue mir auch gerne die Counterstrike-Profis an“, sagt Jackline Bender (26). „Ich wollte so was unbedingt mal live sehen, die Vorstellung mit so vielen Verrückten das Finale im Kino zu verfolgen, hat mich angesprochen“, sagt Niklas Kopsch (20). Die Schülerin Elena Bodnarscu (16) outet sich ebenfalls als Egoshooter-Fan: „Mein Favorit: Call of Duty.“

Der Geschäftsführer des Bundesverbands für interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), Maximilian Schenk, sagt: „Es ist nicht die Frage ob, sondern wann E-Sport breite Anerkennung erlangt.“ So, wie es vor allem in Korea bereits ist.

von Marcus Hergenhan
und Björn Wisker

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