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Conrads warnt vor „Bettenburgen“

Senioren Conrads warnt vor „Bettenburgen“

Dr. Bernhard Conrads schaltet sich in die aktuelle politische Debatte um Senioren-WGs und Heimgröße der Marburger Altenhilfe ein. Er fordert kleine Wohneinheiten für alte Menschen.

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Eine demenzkranke Altenheimbewohnerin in einem Heim. Wie können ältere Menschen am besten Wohnen? Was ist finanzierbar? Diese Fragen sind derzeit hochaktuell in Marburg.

Quelle: dpa

Marburg. Wird es künftig mehr Alten-WGs oder neue Pflegeheime in Marburg geben? Das Thema Leben im Alter ist ein gesellschaftlicher und politischer Dauerbrenner. Seit Jahren ringen die Koalitionspartner SPD und Grüne um die Frage, wie die städtische Marburger Altenhilfe entwickelt wird.

Der Geschäftsführer Jörg Kempf sowie die SPD gingen bisher  davon aus, dass sich nur ein Heim mit mindestens 80 Plätzen rechnet. Die Grünen wollen kleinere Einrichtungen und  Stadtteil-Hausgemeinschaften. Morgen gehen sie mit ihren Vorstellungen an die Öffentlichkeit: Gemeinsam mit dem Sozialgerontologen Rolf Gennrich soll ab 20 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal über wohnortnahe kleine Pflegeeinrichtungen gesprochen werden.

Die Marburger Sozialdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) will das Gutachten des Kuratoriums Deutsche Altershilfe abwarten, erst dann werde entschieden, welche Größe das Marburger Heim in der Sudetenstraße haben kann. Die aktuelle Diskussion beobachtet Dr. Bernhard Conrads, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Deutschen Lebenshilfe, mit Sorge.

„Mit Besorgnis sehe ich Pläne und Bauvorhaben von Wohneinrichtungen für betagte Menschen, die die Größenordnung von 80 Plätzen erreichen“, sagt er. Mehr als 30 Jahre war er Bundesgeschäftsführer; die Diskussion um die Größe von Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung ist ihm daher sehr vertraut.

von Anna Ntemiris

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