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Christliche Kirchen treffen sich in Marburg

Ökumene-Tagung Christliche Kirchen treffen sich in Marburg

Für einige Tage wird Marburg zur Hauptstadt der ökumenischen Kirchengemeinde. Von morgen an tagen die weltweiten Spitzenvertreter der orthodoxen Kirchen und der Kirchen der Reformation in der Stadt.

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Marburg. Der „ständige Ausschuss für Zusammenarbeit und Verständigung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK)“ versammelt sich zwischen Freitag, 23. August, und Mittwoch, 28. August, in Marburg.

Dem Ausschuss gehören führende Kirchenvertreter aus aller Welt an - erwartet werden unter anderem Geistliche aus Brasilien, Kenia, USA, Pakistan, Schottland, Russland, Burundi, Griechenland und Äthiopien. Gastgeber ist der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck, Bischof Martin Hein. Die Teilnehmer setzen sich jedoch nur aus den orthodoxen Kirchen sowie den „Kirchen der Reformation“ zusammen, die neben den evangelischen Kirchen auch beispielsweise Freikirchen und die Anglikanische Kirche umfassen. Die römisch-katholische Kirche ist hingegen kein Mitglied des ÖRK, unterhält jedoch formale Arbeitsbeziehungen zu diesem.

Rahmenprogramm mit Gebeten, Konzert, Theater

Der Ausschuss kommt zusammen, um die im November stattfindende 10. Vollversammlung des ÖRK in der südkoreanischen Hafenstadt Busan vorzubereiten.

Als Tagungsort wurde Marburg aufgrund der Mitgliedschaft Heins in dem exklusiven Zirkel ausgewählt. Laut Pfarrer Reiner Degenhardt, der für die Organisation des Treffens zuständig ist, kam Marburg unter anderem die Nähe zum Frankfurter Flughafen zugute. Aber auch „die Bedeutung als historische Stätte mit der Elisabethkirche, der Universität und der theologischen Vergangenheit“ habe eine Rolle gespielt.

Neben einigen internen Programmpunkten, wird es während der fünf Tage auch ein öffentliches Rahmenprogramm zu dem Gipfel der Kirchenoberhäupter geben. Zu Beginn findet am Freitag ab 21 Uhr ein Abendgebet in der Universitätskirche statt. Am Samstag um 8 Uhr geht es mit einem Morgengebet am selben Ort weiter. Wiederum abends wird um 21.30 Uhr in der Elisabethkirche gebetet.

Für den Sonntag um 12 Uhr ist dann ein ökumenischer Gottesdienst in Willingen angedacht, bei dem 180 Alphornbläser mitwirken werden. Erwartet werden dort circa 3000 Menschen. In der evangelischen Kirche in Schweinsberg wird es außerdem um 18.30 Uhr ein Orgelkonzert mit der koreanischen Organistin aus Stadtallendorf, Soonyoun Yoo geben.

Der Montag hält wiederum ein Morgengebet um 8 Uhr und ein Abendgebet um 22 Uhr, jeweils in der Universitätskirche, parat. Laut Veranstalter sollen die Morgen- und Abendgebete als „Wegweiser zu Gerechtigkeit und Frieden“ dienen.

Der Höhepunkt des Programms steht dann aber am Dienstag an. Auch an diesem Tag wird es um 8 Uhr in der Universitätskirche ein Morgengebet und um 21.30 Uhr in der Elisabethkirche ein Abendgebet geben. Dazwischen allerdings ist ein Theaterstück in der Elisabethkirche zu sehen. Unter musikalischer Begleitung wird ab 19.30 Uhr die Schauspielerin Andrea C. Ortolano aus Kassel „Elisabeth, eine Heilige aus Marburg“ spielen. Das Stück wird überwiegend in englischer Sprache aufgeführt. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Kollekte gebeten.

von Peter Gassner

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