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Marburg

Chips in Kitteln sorgen für Misstrauen

Der Betriebsrat erklärte auf Anfrage dieser Zeitung, dass das Rhön Klinikum ohne seine Zustimmung und damit rechtswidrig Dienstkleidung mit Chips eingeführt hat.

So genannte RFID-Chips befinden sich an der neuen Kleidung des Uni-Klinikums. Die Kleidung ist nicht mehr personenbezogen. Das Bild zeigt einen alten Kittel.

© Thorsten Richter

Marburg. Unter den Beschäftigten des Uni-Klinikums Marburg herrscht seit einigen Tagen Aufregung, nachdem bekannt wurde, dass in der neuen Dienstkleidung des Personals Ein-Cent große Chips eingebaut wurden. Viele fürchten, dadurch überwacht zu werden.

Der Pressesprecher der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Frank Steibli, erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe. „Es handelt sich um ein passives System. Damit können keine Bewegungsprofile erstellt werden.“ Der Chip werde in der Wäscherei „ausgelesen“. Damit könne man erkennen, wieviele Wäschestücke das Haus verlassen und wieder zurückkommen. Die Wäscherei ist nach der Zentralisierung mittlerweile in Gießen.

Der Marburger Betriebsrat rät den Mitarbeitern, vorerst keine Kleidung mit Chips zu tragen, sondern auf alte Kittel zurückzugreifen. „Nach dem Betriebsverfassungsgesetz muss der Betriebsrat der Einführung neuer Berufskleidung zustimmen. Wir haben dem Arbeitgeber aber bislang keine Zustimmung erteilt“, erklärte Betriebsratsmitglied Wolfgang Demper. „Solange keine Vereinbarung darüber abgeschlossen wurde, dass eine Überwachung der Mitarbeiter ausgeschlossen wird, sind wir misstrauisch“, so Demper.

von Anna Ntemiris

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 27.07.2010.


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  • ... mampf – 15.08.10
    also ich mag chips, könnt nur keine ganze tüte essen.
  • Big Brother is watching You Orwell – 27.07.10
    Währet den Anfängen.

    George Orwell ist Realität!

    1984 ist heute!


    Keine personenbezogene Berufskleidung mehr???

    Wer mir erzählen will, daß ein Professor einen Kittel anzieht, den vorher, wenn auch zwischenzeitlich gewaschen, ein anderer getragen hat, den halte ich für einen Lügner!
  • Chip Ich – 27.07.10
    Tja leider ist der Chip aber in personengebundener Kleidung eingenäht, obwohl es ja gar keine personengebundene Kleidung mehr geben soll...sehr seltsam!
  • Chip Rohrer , Seeger, Moosdorf – 27.07.10
    Dies Spektakel verfolgend, könnte man annehmen, das ein fleißiger Schreiber persönliche Probleme mit dem Betriebsrat hat und keine Gelegenheit auslässt , um ihn zu diffamieren.
    Wer hat ein ureigenes Interesse dies zu tun?
    Politisch motiviert, alles aus der Luft gegriffen, stimmt alles nicht... Dies ist das Vokabular von den Managern der Rhön-Ag. Hier entlarvt sich jemand selbst!
    Natürlich ist dem Konzern der Betriebsrat im Wege und besonders dann, wenn er sich auch noch für die Mitarbeiter einsetzt und nicht zu allem schweigt
  • Verniedlichen Xyz – 27.07.10
    Zum Text des Personalrates in einer anderen Firma.

    Sie vergessen die Tatsache, daß der Betriebsrat von dem Sachverhalt nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Sie als Personalrat müssten es besser wissen, das soetwas nicht zulässig ist!
    Ich würde Sie , wenn ich Mitarbeiter in Ihrem Betrieb wäre , als Personalrat, zum nächst möglichen Zeitpunkt abwählen!
  • Versachlichen Mitglied eines Personalrates – 27.07.10
    Es erstaunen mich schon einige der Kommentare und ich will versuchen, etwas zur Versachlichung beizutragen.
    In der Tat hat das öffentliche Auftreten dieses Personalrates, insbesondere seiner Vorsitzenden, auch bei mir nicht den besten Eindruck hinterlassen. Wann immer ich etwas von Rhönklinikum/Personalrat gelesen habe, ging es nicht um eine sachliche Auseinandersetzung. Auch wohl im vorliegenden Fall nicht. Ich kenne das anders. Und liebe Leut`, dieser Chip ist in seiner gegenwärtigen Form nicht geeignet, Personal individuell überwachen zu können. Ich vermute auch stark politisch motivierte und gewollte Eskalation.
    Hoffentlich geht`s gut.
  • Chip Rhön Ag – 27.07.10
    Sie scheinen mehr zu wissen als der Betriebsrat....
    glauben Sie im Ernst, dass ein Konzern soviel in Chips investiert, nur um die Wäsche besser zu koordinieren?
    Ob sie nun von anderen die Rechtschreibung kritisieren oder nicht bleibt sich gleich. Fakt ist , dass Sie offensichtlich ein starkes Interesse verfolgen den Konzern mit durchsichtigen Argumenten schön zu reden..
  • Schreibt hier ein Betriebsratsmitglied?? Au wei – 27.07.10
    ...der Narr war wenigstens der Rechtschreibung mächtig...
  • Sommerloch? Unfassbar – 27.07.10
    Bevor man unsachliche Kommentare verfasst und aus UNKENNTNIS auch noch völlig falsche Tatsachen darstellt, sollte man sich lieber erst einmal informieren. War der Betriebsrat denn wirklich nicht informiert??? Ausserdem glaube ich kaum, dass ein Konzern sich die Zeit und die Mühe macht und einen Haufen Geld dafür ausgibt, tausende von Chips auszulesen, wo er doch sonst immer sparen muss. Wenn ich in ein eben solches Horn blasen würde, wie meine Vorschreiber, würde ich sagen, braucht Rhön doch gar nicht, wo doch das Pflegepersonal so überarbeitet ist, kann es doch nirgends sein außer auf Station oder? Gibt doch keinerlei Grund, dies zu kontrollieren und vor allem, keinerlei Grund, eine solche ANGST zu haben. Ts, ts, ts.
  • Chip Durchblick – 27.07.10
    The Brain hat es erfasst ! Er hat den super Schnall ! Scharfsinnig Identifiziert den identischen Verfasser von Liedel...
    Ansonsten stellt sich seine mentale Leistung ziemlich eingeschränkt und eindimensional dar.
  • Chip Lidell – 27.07.10
    Super schlau , gratuliere! Willkommen in der Elektronik Welt
  • Chip Patienten – 27.07.10
    Ich finde der Rhön Konzern sollte das Chippen nicht nur auf die Wäsche des Pflegepersonals beschränken, sondern gleich bei Aufnahme den Patienten, damit der Konzern gleich einscannen kann, wieviel der Patient dem Konzern an Gewinn einbringen kann! Dies kann man auch mit Barecode machen, aber ich ließ mich belehren ;-) dies gehört der Vergangenheit an...
  • @lidel the brain – 27.07.10
    mmh..zwei Kommentare vom gleichen Schreiber hintereinander! Lidel schreibt man übrigens Lidl, dann fällt es nicht so auf, dass man zwei Kommentare hintereinander verfasst.

    Ich brauche auch keinen Herrn Steibli zu glauben - einfach mal im Internet nach passivem Transponder schauen oder die Aussagen von Fachleuten in der Hinterländer lesen - auslesen kann man viel, da bräuchten sich die RhönAG nicht den Aufwand zu machen, das geht über jedes Handy einfacher und diskreter.
  • Chip Der Weihnachtsmann – 27.07.10
    Hier wird ein Imperium der Unmenschlichkeit in die Höhe gezogen unter Mißachtung der menschlichen Würde auf allen Ebenen!
    Die Kritik in der übereregionalen Presse wie in der Frankfurter Rundschau " Spezial Rhön-Klinikum" und im ZDF " Patient als Wahre" über die schlechte Versorgung der Patienten reißt nicht ab.

    Patienten können auf Grund von Peronalmangel kaum gewaschen und gepflegt werden, sie sind auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen, weil die Gewinne den Aktionären zu Gute kommen und nun wird dem Volk und den Beschäftigten erzählt, man installiere einen teuren Chip ( der jederzeit zu mehr mißbraucht werden kann )das jener nur zum Wäschesortieren gedacht sei..
    Wer soll das glauben ?????
    wahrscheinlich die Bevölkerung die noch an den Weihnachtsmann glaubt
  • Chips Rhön Ag läßt Grüßen – 27.07.10
    Es sind schon eigentümliche Kommentare zu diesem Artikel zu lesen...

    Man könnte glauben sie sind von Rhön selbst verfasst ?!
  • chips Lidel – 27.07.10
    Es ist unglaublich, das in diesem Forum die Leute so desinformiert reagieren und ehr auf den Betriebsrat schimpfen, als auf die Tatsache, dass ein Konzern, durch die Hintertür Chips, die zu jeder Zeit in der Zukunft " scharf gemacht" werden können, einführt.

    Sie glauben lieber einem Herrn Steibli dem Pressesprecher des Rhön-Konzerns!

    Dies tut er zudem unter Mißachtung der gesetzlichen Vorgaben indem er den Betriebsrat schlicht übergeht.

    Zudem gibt es Studien die belegen, dass diese Art von Chips Intensivmedizinische Geräte stören könnten !

    Man sieht das dem Konzern an jeder Sekunde die Gewinnmaximierung durch senkung an Personalkosten im Vordergrund steht, da ist auch die Sicherheit des Patienten zweitrangig!

    FAZIT: man kann einer Aktiengesellschaft kein Universitätsklinikum überlassen. Die Patientenversorgung kommt hier immer an letzter Stelle.
  • chips in Kitteln sorgen für Misstrauen Super Betriebsrat, großes Lob! – 27.07.10
    Der Betriebsrat ist vorbildlich ! Er ist dafür da die Angestellten zu schützen und vor Dingen die wie im LIDEL Markt passiert sind frühzeitig zu warnen!
    Zudem finde ich es unglaublich das ein Konzern den Betriebsrat u Verdi in einer solchen Entscheidung einfach übergeht!
    Das hat einen Grund und der ist sicher kein einfaches Versehen, bzw. wurde mal eben vergessen vom Betriebsrat absegnen zu lassen....

    das ganze mit "Politisch Motiviert" abzutun, kann nur ein Narr geschrieben haben!
  • Auf den Kern konzentrieren Jemand – 27.07.10
    Das Klinikum ist so groß, natürlich gibt es da auch immer gezanke und Probleme, aber ALLE Mitarbeiter sollten sich mal darauf konzentrieren, warum sie da sind.

    Das ist zu einem Großteil die Pflege und Versorgung von Patienten.
    Das ist eine Baustelle, an der man arbeiten muß, denn die Pflegekäfte tun alles was sie können.
    Und Chips in Klamotten....naja, ein Strichcode hätte es vielleicht auch getan. Und wenn es künftig keine persönliche Bereichskleidung mehr gibt, dann ist in der Tat eine Überwachung fast unmöglich.

    Sicher gibt es defizite zwischen der Röhn AG und den Mitarbeitern, aber aus Prinzip alles neue zu boykottieren und schlecht zu machen ist auch nciht sinnvol und ist einem guten Klima abträglich.
  • Betriebsrat offenbar politisch motiviert Aufmerksamer OP-Leser – 27.07.10
    Als aufmerksamer OP-Leser und "Nicht-Klinikum-Angehöriger" fällt mir allerdings über die Jahre hinweg auf, dass es im Klinikum einen offenbar politisch sehr motivierten und querulantischen Betriebsrat gibt. Anders kann ich das Verhalten nicht bewerten und meine Bewertungen sind immer betont sachlich.
    Besser wäre da doch eine Zusammenarbeit mit dem Ziel einer Übereinkunft, oder ? Diese Verhaltensmuster sind mir als OP-Leser eigentlich nur noch von der GEW her bekannt. Wie, bitteschön, will man denn im Sinne des Personals weiter kommen, wenn der Betriebsrat das Klinikum als Bühne für seinen Klassenkampf nutzt ?
    Ich meine: Miteinander ist besser als Gegeneinander.

  • jaa.. The Brain – 27.07.10
    Wenn man den Artikel mal genau lesen würde, könnte man sehen, dass die Aufregung völlig umsonst ist.

    Die personalisierte Wäsche soll abgeschafft werden - sprich jeder nimmt sich täglich einen neuen unpersönlichen Kittel. Wenn in diesem Kittel ein Chip implantiert ist, weiß immer noch keiner WER diesen Kittel aktuell trägt.

    Also müsste ich den Arzt überfallen um mir die Chipnummer zu besorgen, dann stelle ich im ganzen Krankenhaus Lesegeräte auf um dann abends zu schauen, wie lange der Arzt bei der Mensa war - mmmh macht Sinn das Ganze.

    Um das jetzt noch an die Spitze zu treiben, hat der Arzt auch noch einen Gerry Weber Pulli an und siehe da?! Da ist genau der gleiche Chip drin - Mensch super, dann kann ich ja zwei Chips auf einmal auslesen.
  • Chips in Klamotte Es war einmal...... – 27.07.10
    Was geht denn da ab?
    Habt ihr nichts anderes worüber ihr euch afregen könnt?
    Wenn man in andere Häuser schaut, ist das ganz normal.
    Kennzeichnung der Wäsche findet ja nicht erst seit gestern statt.
    Und elektronik hält auch dort Einzug.
    Alls ein ehemaliger Mitarbeiter unterstelle ich mal, das es hier lediglich um eine bessere "Überwachung" der Wäsche und ihres Bestandes handelt, und nicht um eine Überwachung der Mitarbeiter.
    Wenn jede OP, bzw. Intensiv-/Bereichskleidung, welche ja nicht Personenbesogen ist, ein Bewegungsprofil erstellt, nutzt das doch keinem.
    Also bitte, lasst die Kirche im Dorf!
    Aber das kennt man von dem Betreibsrat ja aus der Vergangenheit. Leider war es nicht gerade immer der Sicherste im Auftreten, so das die "Röhn-Größen" ein leichtes Spiel hatten.
  • Unmöglicher Betriebsrat Jawosamma – 27.07.10
    Es ist unmöglich, wie sich der Betriebsrat im Klinikum verhält. Die sind ja gegen alles und jeden. Das kenne ich bisher nur aus der Monette. Und wo das hinführt, sieht (liest) man ja.
    Der Betriebsrat im Klinikum sollte sein Auftreten nicht als öffentliche Bühne nutzen sondern dazu, gemeinsam mit dem Arbeitgeber ein nützliches Klima schaffen. Das geht aber nicht, wenn (so vermute ich) linkes politisches Gedankengut im Vordergrund steht. Oder?
  • Chip Anonym – 27.07.10
    Big Brother läßt grüßen.....
    Erstmal die Chip´s dann die Kamera´s und was kommt dann?
  • Chips Anonym ist hier besser – 27.07.10
    Das wundert einen doch nciht mehr, dass es nun Chips in den Klammotten gibt! Ich frage mich, wann den die Kamera auf dem WC hängt und gezählt wird, wieviel Blat Toilettenpapier man benutzt.
    Es ist mir unbegreiflich. Schade für die armen Kollegen in diesem Haus.
    Schon schlimm genug, dass die Wäscherei in Gießen ist, es fehlt alles an allen Ecken und Enden, aber Überwachung- die gibts im Überfluss???

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