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Chemie-Neubau ist jetzt bezugsfertig

Campus Lahnberge Chemie-Neubau ist jetzt bezugsfertig

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit ist es so weit: Am Freitag wird das Hessische Baumanagement das neue Gebäude an die Universität übergeben.

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Der Neubau Chemie auf den Lahnbergen soll am Freitag an die Universität übergeben werden. Panorama-Fotomontage: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes für den Fachbereich auf den Lahnbergen liegt genau im Zeitplan. Denn für den Mai dieses Jahres war die Übergabe des Neubaus geplant. Die Projektleiter vom Hessischen Baumanagement (HBM) werden als Vertreter des Bauherrn (Wissenschaftsministerium) an diesem Freitag den Bau an die Philipps-Universität übergeben. Diese Information der OP bestätigte Ellen Thun von der Uni-Pressestelle der OP gestern auf Anfrage.

Das Mehrzweckgebäude der Universität Marburg, oben die Baufläche für den Neubau Chemie am 12.07.2010. Foto: Thorsten Richter (thr).

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Die Kosten für den Chemie-Neubau, der das Herzstück für den neuen Campus Lahnberge bildet, liegen nach Thuns Angaben im vorgegebenen Kostenrahmen von 114 Millionen Euro. Den Nutzern vom Fachbereich Chemie steht somit für Forschung und Lehre in dem Neubau künftig eine Nutzfläche von 17000 Quadratmetern zur Verfügung. Bisher betrug die Nutzfläche für die Uni-Chemiker im Altbau Chemie und in den Räumen für die Physikalische Chemie im Mehrzweckgebäude 22000 Quadratmeter, teilte Thun mit.

Freude über Neubau

Auf den Dekan Professor Gerhard Hilt kommt die schwierige Aufgabe zu, alle Forscher im Neubau unterzubringen. Aufgrund des etwas beengteren Platzes müssen einige Abstriche gemacht werden. Dennoch sieht Hilt die Fertigstellung des Chemie-Neubaus prinzipiell als sehr positiv an. „Wir sind froh und blicken erwartungsvoll Richtung Neubau“, betonte Hilt im Gespräch mit der OP. Denn der Neubau biete den Wissenschaftlern die Möglichkeit, unter anderem wegen der auf dem neuesten Stand befindlichen Forschungslaboratorien besser agieren zu können. Auch die Sicherheitstechnik für die Labore sei deutlich verbessert. Zudem stünden auch den Chemie-Studierenden künftig modern ausgestattete Praktikums-Plätze zur Verfügung. Zudem spare die Universität mit dem Umzug vom Altbau in das neue Gebäude künftig auch Heizkosten in Millionenhöhe, hofft der Dekan, zu dessen Fachbereich derzeit 20 Professoren gehören.

Der Zeitplan der Chemiker sieht vor, dass sie ihr bisheriges Gebäude bis Anfang Oktober verlassen haben. Der Umzug soll in den Semesterferien erfolgen, erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause, die sich über die termingerechte Übergabe freut, im Gespräch mit der OP. Die Planung für diesen Umzug laufe auf Hochtouren und stelle hohe logistische Anforderungen an alle Beteiligten. So müssten beispielsweise Spezialtransportfirmen beauftragt werden, wenn es um den Transport von Geräten gehe.

Festakt im Herbst

Bis zum Umzug vom alten in das neue Gebäude, der nach den bisherigen Planungen wohl schon Mitte Juni anläuft, gibt es aber noch einiges zu tun, wie es bei solch großen Nutzgebäuden üblich ist. So muss beispielsweise die neue Gebäudetechnik einreguliert werden. Noch steht der Termin für einen offiziellen Festakt zur Einweihung des Chemie-Neubaus nicht fest, zu dem dann auch Vertreter des Wissenschafts- und des Finanzministeriums aus Wiesbaden eingeladen werden sollen. Nach Angaben der Uni-Präsidentin wird diese Feier voraussichtlich im Herbst stattfinden.

Das Land Hessen hat für den Chemie-Neubau 114 Millionen aus dem Hochschulbau-Investitionsprogramm „Heureka“ investiert. Zusätzlich gab es 3,8 Millionen Euro für den Neubau eines Parkhauses. Anfang 2011 war der erste Spatenstich für den Chemie-Neubau erfolgt; im Februar 2012 war das Richtfest. Der neue Bau war erforderlich geworden, weil die bisherigen Institutsgebäude nach mehr als 40 Jahren Nutzungszeit in technischer und energetischer Hinsicht an ihre Grenzen gestoßen waren. Im Jahr 2009 hatten die Uni, die Stadt Marburg und das HBM gemeinsam den Masterplan für die Lahnberge aufgestellt, der als zentralen Baustein den Neubau umfasste.

von Manfred Hitzeroth

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